Magdeburg l Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Magdeburg ist auf 14 gestiegen. Die Stadtverwaltung hat deswegen weitere Maßnahmen getroffen. "Es wird eine Notbetreuung für Kinder geben, aber nur für Eltern, die in der jetzigen Zeit eine wichtige Aufgabe haben", erläuterte Oberbürgermeister Lutz Trümper. Zu diesem Personenkreis gehören vor allem Menschen die im Gesundheitsbereich, in der Versorgung und Entsorgung sowie Organisationen mit Sicherheitsaufgaben angehören. "Für diese Gruppen wird die Betreuung gesichert sein"; so Trümper. Eltern müssten nachweisen, dass sie in solch einer Berufsgruppe arbeiten.

 

Trümper forderte bundeseinheitliche Regelungen zur Bewältigung der Pandemie. "Wir werden keine Gaststätten oder Restaurants schließen, wir empfehlen aber diese sozialen Kontakte zu meiden", so Trümper weiter. Verbieten wolle man es nicht, da die rechtliche Handhabe unklar sei.

Laut Amtsarzt Eike Hennig werde die Lage in der Stadt mehrmals täglich bewertet. "Wir müssen mit zunehmenden Infektionen in der Stadt rechnen", so Hennig. Ab Montag werde auch die Fieberambulanz in der Brandenburger Straße öffnen. Dort würden jedoch nur begründete Fälle getestet. "Wir können es gar nicht leisten, jeden einzelnen Bürger zu testen." Hennig bittet deshalb um Besonnenheit. Getestete Personen würden ca. 24 bis 48 Stunden nach dem Test über ihr Ergebnis informiert werden.

Der Amtsarzt rät auch davon ab, Besuche in Alten- und Pflegeheimen zu machen. "Wir können es uns einfach nicht leisten, dass es dort zu Infektionen kommt." Wie viele Personen aktuell in häuslicher Quarantäne sind, kann Hennig nicht sagen. Man werde die Menschen nicht kontrollieren. "Ich möchte aber darauf hinweisen, dass Personen die gegen die Auflagen verstoßen, mit empfindlichen Strafen aber auch Gefängnis rechnen müssen", ergänzte Trümper.