Aktion

Deutschlandrekord bei „Beweg Dich gegen Krebs“ in Magdeburg

Bei der Benefizaktion „Beweg Dich gegen Krebs“ in Magdeburg wurden die Erwartungen mit mehr als 18.500 Bewegungsstunden übertroffen. Aus den Spenden werden nun Krebspatienten unterstützt.

Von Jana Heute
Patientinnen und Übungsleiterin Anne Wölfel (Mitte) des Projektes ?Aktiv bei Krebs? präsentieren voller Freude die Spendensumme aus der Bewegungsaktion in Höhe von 7460 Euro.
Patientinnen und Übungsleiterin Anne Wölfel (Mitte) des Projektes ?Aktiv bei Krebs? präsentieren voller Freude die Spendensumme aus der Bewegungsaktion in Höhe von 7460 Euro. Foto: VGBS e. V.

Magdeburg - Die Magdeburger Benefizaktion „Beweg Dich gegen Krebs“ hat den Deutschlandrekord im Vergleich zu den bisherigen Teilnehmerstädten gebrochen. 15.000 Bewegungsstunden in einem Monat hatten sich die Initiatoren der Stiftung Leben mit Krebs in Kooperation mit dem Tumorzentrum Magdeburg/Sachsen-Anhalt e. V. vorgenommen. Dank der großen Resonanz der Magdeburger wurde dieses Ziel weit übertroffen. „18.539 Bewegungsstunden und 1156 Teilnehmer waren es am Ende“, berichtet Dr. Julia Noack, Geschäftsführerin des Tumorzentrums, stolz.

Die Aktion lief hier vom 1. April bis 2. Mai 2021 und sollte helfen, das therapiebegleitende Projekt „Aktiv bei Krebs“ für Menschen mit Krebs in Magdeburg weiter zu fördern. Das Spendenergebnis von 7460 Euro freute die Akteure ganz besonders. Durch viele kleinere und größere Spenden sei diese Summe zusammengekommen.

Viele Minuten in Spenden umgewandelt

Alle Zahlen seien absoluter Deutschlandrekord für die Aktion, die zuvor bereits in Heidelberg und Dresden stattgefunden hat. Über eine kostenlose App konnten die Teilnehmer einzeln oder als Team täglich Sport und Bewegung dokumentieren. Dass trotz der schwierigen Zeiten so viele Magdeburger nicht nur zahlreiche Bewegungsstunden gesammelt, sondern ihr Engagement am Ende sogar in eine Spende umgewandelt haben, sei für die Organisatoren des Projekts besonders schön.

Julia Noack berichtet, wofür die Spenden und Sponsorengelder eingesetzt werden: „Mit unseren Benefizregatten ,Rudern gegen Krebs’ und dieser Aktion unterstützen wir das Projekt ,Aktiv bei Krebs’, das wir seit 2016 erfolgreich in Magdeburg aufgebaut haben.“ Dieses Projekt werde von Betroffenen – Krebspatienten in der Akuttherapie - begeistert angenommen und leiste einen großen Beitrag dazu, ihre Lebensqualität in dieser schweren Phase zu verbessern. „Aktiv bei Krebs“ ist für die Teilnehmer kostenfrei, es finanziert sich rein aus den Spenden, normalerweise aus der Benefizaktion „Rudern gegen Krebs“.

Wegen Corona musste die Benefizregatta 2020 ausfallen. Die Bewegungsaktion trage daher auch zu einem finanziellen Ausgleich bei.

Warriors2021 mit dem 1. Platz

Zudem habe es ein positives Feedback der Teilnehmer gegeben. So erläutert Sandra Matz, Koordinatorin des Magdeburger Förderkreises krebskranker Kinder e. V. und der Stiftung Elternhaus am Universitätsklinikum Magdeburg, warum sie die Aktion mit einer Spende in Höhe von 500 Euro unterstützt haben: „Unser Verein war mit drei Teams bei der Aktion vertreten.“

Das Team „Warriors2021“ erreichte mit 414 Bewegungsstunden den ersten Platz. Teilnehmer dieses Teams waren eine junge ehemalige Patientin sowie drei Gruppenbetreuer, die im Kindes- und Jugendalter selbst an Krebs erkrankt waren.

Einige der betroffenen Familien nahmen auch privat an der Aktion teil, so Sandra Matz. „Von allen haben wir ein positives Feedback erhalten. Wir sind also gern beim nächsten Mal wieder mit dabei beziehungsweise würden wir uns natürlich freuen, wenn wir wieder rudern dürften.“ Das hoffen auch die Organisatoren des Tumorzentrums, wie es in der Presseinformation weiter hieß. Langsam sei man dort optimistisch, dass am 5. September an der Elbe beim Mückenwirt wieder das Startkommando für die dritte Ausgabe der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in Magdeburg gegeben werden könne.

Daumen drücken für Ruder-Event

Die Initiatoren von „Beweg Dich gegen Krebs“ dankten derweil noch einmal allen Teilnehmern, Sponsoren und Helfern, die zum Gelingen der Aktion beigetragen haben. Nun heiße es gemeinsam „Daumen drücken“ für das Ruderevent am 5. September, betont Julia Noack.

Auch gebe es Überlegungen, den erfolgreichen Familien-Infotag gegen Krebs im Oktober wieder zu veranstalten. In welcher Form das möglich sei, könne aber mit Blick auf die Corona-Lage noch nicht genau gesagt werden.