Magdeburg l Lange haben die Anwohner darauf gewartet, doch jetzt wird seit einigen Tagen die Lärmschutzwand entlang der Bahngleise am Eichenweiler errichtet. In vier Bauabschnitten werden die beiden durch die Pettenkoferbrücke getrennten Teilstücke in den kommenden Wochen errichtet. Insgesamt 1001 Meter lang und drei Meter hoch wird die Wand sein, die künftig die unmittelbaren Anlieger vor dem Krach der vorbeirauschenden Züge bewahren soll.

Nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) wird dabei auch in der Nacht gearbeitet werden müssen, um die Einschränkungen für den Zugverkehr so gering wie möglich zu halten. „Aufgrund der dichten Zugfolge ist es leider nicht möglich, alle Arbeiten tagsüber auszuführen“, heißt es in einem Informationsschreiben für die Anwohner.

Einschränkungen für Straßenverkehr

Wenn der Straßenverkehr eingeschränkt werden muss, handelt es sich hierbei hauptsächlich um kurzfristige halbseitige Sperrungen oder Parkverbote, wie zudem DB-Sprecher Jörg Bönisch auf Volksstimme-Anfrage erklärt.

Im ersten und zweiten Bauabschnitt wird zwischen Ohrestraße 26 und Pettenkoferstraße 2 sowie parallel zur Straße Am Schöppensteg vom Sportplatz bis zur Straße Bei Homanns tagsüber von 8 bis 15 Uhr gearbeitet. Bis 2. November 2019 sollen diese Arbeiten planmäßig beendet werden.

Arbeiten in den Nachtstunden

Der dritte und vierte Abschnitt starten im Anschluss. Dann wird von Montag bis Freitag in den beiden Bereichen in den Nachtstunden gearbeitet. Zwischen 20 und 5 Uhr müssen die Anwohner dann mit Lärm aufgrund der durchgeführten Baumaßnahmen rechnen. Voraussichtlich bis zum 23. November sollen diese beendet und die beiden Schallschutzwände fertiggestellt sein.

Schon vor gut drei Jahren waren die Anwohner am Schöppensteg und an der Ohrestraße über die Lärmschutzmaßnahme informiert worden. Dass es bis heute zur Umsetzung gedauert hat, lag an dem langwierigen Planfeststellungsverfahren, das erst in diesem Frühjahr beendet werden konnte.

Keine weitere Maßnahme in Magdeburg geplant

Insgesamt werden für die Maßnahme am Eichenweiler circa 2,2 Millionen Euro in den aktiven Schallschutz investiert. Weitere Maßnahmen im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms an bestehenden Schienenwegen des Bundes sind in den nächsten Jahren in Magdeburg nicht vorgesehen, wie Jörg Bönisch mitteilt.