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Abschiedskonzert: Ensemble hört auf Eine Ära geht zu Ende: Das Rossini-Quartett aus Magdeburg verabschiedet sich nach 18 Jahren

Die Musiker, die fast zwei Jahrzehnte das Rossini-Quartett prägten, ziehen sich zurück. Mit einem letzten Konzert im Gesellschaftshaus in Magdebug verabschieden sie sich von ihrem Publikum.

02.02.2026, 06:15
Das Rossini-Quartett:   Marco Reiß, Ingo Fritz, Marcel Körner, Wolfram Wessel (v. l.), hier mit der Pianistin Sofja Gülbadamova, verabschieden sich Anfang Februar von ihrem  Publikum.
Das Rossini-Quartett: Marco Reiß, Ingo Fritz, Marcel Körner, Wolfram Wessel (v. l.), hier mit der Pianistin Sofja Gülbadamova, verabschieden sich Anfang Februar von ihrem Publikum. Foto: Thomas Lein

Magdeburg/vs. - Marco Reiß, Ingo Fritz, Marcel Körner und Wolfram Wessel – 18 Jahre lang waren sie das „Rossini-Quartett“ und damit Musikbotschafter des Landes über die Grenzen von Sachsen-Anhalt hinaus. Jetzt wollen sie das Rossini-Quartett in jüngere Hände geben. Ein Generationswechsel.

Ohne einen passenden Abschied geht das natürlich nicht. Die vier Streicher treten am 5. Februar 2026 im Gesellschaftshaus in Magdeburg noch einmal auf die Bühne für ein letztes Konzert. Als Gast haben sie die Pianistin Sofja Gülbadamova eingeladen. Und weil das Rossini-Quartett ein wichtiger Teil des Kulturlebens ist, wird Oberbürgermeisterin Simone Borris die Gäste begrüßen und die Musiker mit einem Grußwort würdigen.

Neue Musiker übernehmen das Ensemble

„Anlässlich des bevorstehenden Generationswechsels innerhalb des Quartetts möchten wir die bisherigen Mitglieder in einem feierlichen Rahmen verabschieden“, wird Oberbürgermeisterin Simone Borris in einer Mitteilung zitiert. „Das Rossini-Quartett hat sich über viele Jahre hinweg als engagierter Ehrenbotschafter unserer Stadt verdient gemacht. Mit beeindruckender Qualität, viel Herzblut und einem klaren Bekenntnis zu seiner Heimatstadt hat das Ensemble bei Auftritten im In- und Ausland den Namen Magdeburgs stets mit Leben, Klang und Haltung erfüllt.“

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Das Rossini-Quartett Magdeburg wurde 1989 zunächst als „Magdeburger Streichquartett“ durch Musikerinnen und Musiker der Magdeburgischen Philharmonie gegründet. Die Umbenennung erfolgte 1992. Die aktuelle Besetzung war 18 Jahre lang Bestandteil nicht nur des Magdeburger, sondern des sachsen-anhaltischen Kulturlebens.

Internationale Auftritte und Kooperationen

Das Ensemble initiierte mehrere Konzertreihen und arbeitete regelmäßig mit angesehenen Künstlerinnen und Künstlern der Region zusammen. Zu den Höhepunkten gehörten gemeinsame Auftritte mit dem Leipziger Gewandhausquartett sowie die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Barockflötisten und Telemann-Preisträger Michael Schneider.

Vor internationalem Publikum spielten die Kammermusiker unter anderem in Amman, Shanghai, Brüssel, Warschau und Radom. Sie hatten zahlreiche Ehrungsveranstaltungen und festliche Empfänge der Landeshauptstadt Magdeburg musikalisch begleitet.

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Herausragend war zudem ihr gesellschaftliches Engagement, zu dem die Organisation eines jährlichen Benefiz-Konzertes sowie weitere wohltätige Projekte zählten.

Ehrungen und Auszeichnungen: Vom Romanikpreis bis zur Ehrenmedaille

Ihre Aktivitäten zugunsten der „Straße der Romanik“ wurden 2005 mit dem Romanikpreis des Tourismusverbands Sachsen-Anhalt gewürdigt. Im Jahr 2012 wurde das Ensemble mit dem Titel „Ehrenbotschafter der Landeshauptstadt Magdeburg“ ausgezeichnet. Ministerpräsident Rainer Haseloff würdigte das Ensemble und das Engagement der Musiker im kulturellen Bereich 2024 mit der Ehrenmedaille des Landes Sachsen-Anhalt.

Programm des Abschiedskonzerts

Zum Abschiedskonzert der jetzigen Besetzung am 5. Februar im Gartensaal des Gesellschaftshauses spielt das Rossini-Quartett Franz Schuberts Forellenquintett. Ein Ende des Rossini-Quartetts ist das Abschiedskonzert aber wohl nicht. Die Übergabe an eine neue Generation sei schon geplant, heißt es in der Ankündigung des Konzerts im Gartensaal des Gesellschaftshauses. Beginn ist um 17 Uhr.