Magdeburg l Die Asylunterkunft in der Breitscheidstraße in Magdeburg ist noch nicht, wie am 26. März 2020 angekündigt, komplett leergezogen. 112 Bewohner seien noch vor Ort, erklärte am 31. März eine Sprecherin des Landesverwaltungsamtes auf Volksstimme-Nachfrage. Bei ihnen stünden noch abschließende Tests auf das Coronavirus an, sagte sie. Man warte auf die Ergebnisse. Erst wenn bei den Asylbewerbern kein Coronavirus nachgewiesen wuerden kann, werden auch sie auf andere Unterkünfte in Sachsen-Anhalt verteilt.

Geplant ist, alle 230 Asylbewerber auf andere Kommunen in Sachsen-Anhalt zu verteilen. Denn in der Magdeburger Unterkunft sollen künftig die Erstaufnahme des Landes und Erstuntersuchungen stattfinden. Bislang erfolgte dies in Halberstadt. Allerdings steht die Zentrale Anlaufstelle (ZAst) seit Freitag wegen eines Coronafalls unter Quarantäne.

In Magdeburg wurde bislang keiner der Asylbewerber positiv auf Corona getestet. Die meisten von ihnen wurden bereits in Bussen zu ihren neuen Unterkünften gefahren. Ein Umzug zurück nach Magdeburg sei nach der Corona-Krise für sie nicht vorgesehen, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums.

Mit neuen Erstaufnahmen sei vorerst nicht zu rechnen, da die Grenzen geschlossen sind, heißt es. Im März waren noch 153 Asylbewerber nach Sachsen-Anhalt gekommen (Stand 25. März).