Neubau

Falsches Ende für Radweg durch den Biederitzer Busch in Magdeburg

Endlich kein Trampelpfad mehr für Radfahrer durch den Biederitzer Busch im Osten von Magdeburg. Für Irritation sorgt ein Schild, das den Fahrradweg vorzeitig enden lässt.

Von Konstantin Kraft
Hier endete vormals der Radweg durch den Biederitzer Busch in Magdeburg. Nach dem Neubau geht es jetzt weiter. Das Schild irritiert. Foto: Konstantin Kraft

Magdeburg. Es fährt sich idyllisch auf dem Radweg entlang der Breitscheidstraße durch den Biederitzer Busch im Magdeburger Stadtteil Herrenkrug. Vögel zwitschern. Die Natur ergrünt. Wenn auch in größeren Teilen nur mit Schotter befestigt, führt der Weg durch das Waldstück straßenbegleitend bis nach Biederitz in das Jerichower Land. Aber halt: Stadtauswärts am Abzweig zur Straße „An den Rennwiesen“ soll die Radtour plötzlich enden.

Beschilderung wird aktualisiert

Ohne Vorwarnung. Ein Schild weist darauf hin. Und das, obwohl die Passage danach so schön ausgebaut worden ist. Im Vergleich zum vorherigen Streckenstück wartet der neu geschaffene Abschnitt gar mit Asphalt auf. Am Übergang der Straße sind weiße Markierungslinien aufgebracht. Das „Ende“ sorgt für Irritation. Ein Leser hat sich deshalb an die Lokalredaktion gewandt.

Auf Volksstimme-Nachfrage bestätigte Rathaussprecher Michael Reif, dass der neue Radweg fertig sei. Der Ausbau sei 2020 erfolgt. Das Hinweisschild ist demnach ein Überbleibsel aus Zeiten, als an diesem Abzweig tatsächlich Schluss war mit dem offiziellen Fahrradweg durch den Biederitzer Busch. „Die Beschilderung wird aktualisiert“, kündigt der Rathaussprecher an.

Umweltbehörden waren involviert

Auf einer Gesamtlänge von rund 280 Metern hat die Stadt Magdeburg den Radweg entlang der Breitscheidstraße, zwischen der Straße An den Rennwiesen und dem Ende des Waldes in Richtung der Brücke über die Ehle, grundhaft ausgebaut. Auf dem Abschnitt ist eine breite Fahrbahn für Radfahrer mit Asphaltdeckschicht entstanden. Sie kann in beide Richtungen genutzt werden.

In die vorbereitenden Untersuchungen und Planungen für einen Lückenschluss des Radwegs durch den Biederitzer Busch waren sowohl das Umweltamt der Stadt Magdeburg als auch die Untere Naturschutzbehörde des Jerichower Landes eingebunden worden.

Neuer Abschnitt wird rege genutzt

Vor dem Neubauprojekt führte ab dem Abzweig lediglich ein schmaler Trampelpfad weiter in Richtung Biederitz. Das war aber immer noch die bessere Alternative als direkt auf der Breitscheidstraße zu fahren. Dass eine Trennung von Rad- und Kraftfahrzeugverkehr an dieser Stelle dringend geboten ist, hat die Stadt vor Jahren in einer Stellungnahme unterstrichen. Gleichwohl sollte es danach noch einige Zeit dauern, bis der Lückenschluss für Radfahrer realisiert wurde. Jetzt ist der neue Weg also da, wenngleich noch ein altes Ende davor steht.

Es rollt einwandfrei auf dem neuen Pflaster an der östlichen Grenze von Magdeburg. Kein Vergleich zum unasphaltierten Streckenabschnitt, der zuvor durch das Waldstück führt. Gerade bei Regenfällen kann das Fahren dort zur Holperpiste werden. Der neu gebaute Asphaltabschnitt wird jedenfalls bereits rege von Radfahrern genutzt.