Magdeburg/München (vs) l „Die Tür ist zu. ,Big Brother‘ hat angefangen.“ Mit diesem Satz eröffnete Moderator Percy Hoven am 28. Februar 2000 die erste „Big Brother“-Staffel. Der Rest ist ein Stück deutsche Fernseh-Geschichte, allerdings nicht unumstritten.

Geschichte will „Big Brother“ 20 Jahre später weiterschreiben. 14 Bewohner, darunter die gebürtige Magdeburgerin Cathleen, stellen sich dem TV-Experiment und der Frage: „Was ist ein Mensch wert?“ Für Montagabend ist der Startschuss für die neue Auflage der Show auf Sat1 angesetzt.

In „Big Brother" beziehen jeweils sieben Bewohner das Glas- und das Blockhaus. Der Bewohner-Wert, den die Zuschauer seit Donnerstag in der Sat.1-App bestimmen können, hat einen direkten Einfluss auf die Frage: „Wer zieht wo ein?“ Außerdem erwartet die Bewohner bereits das erste große Match.

„Big Brother“-Moderator Jochen Schropp: „Wie viele andere Menschen bin auch ich in den sozialen Medien täglich einer Bewertung ausgesetzt. Natürlich wünschen wir uns alle Likes und positives Feedback von außen, doch auch negative Kommentare sind schnell getippt. Auch die Bewohner werden mit positiven und negativen Bewertungen umgehen müssen. Das macht ‚Big Brother‘ zu einem einzigartigen Experiment.“

Eine der Bewohnerinnen ist Cathleen. Die 38-Jährige ist gebürtige Magdeburgerin und wohnt jetzt in Schwetzingen in Baden-Württemberg und ist dort ambulante Pflegekraft. Außerdem ist sie derzeit Single. In einem Interview gab sie kurz vor dem Einzug in das Haus Auskunft über ihre Motivation, bei der TV-Show mitzumachen:

Warum hast du dich bei Big Brother beworben?
Ich wollte schon immer mal in einem Big-Brother-Haus wohnen. Abenteuer und Action liebe ich sehr. Auch habe ich noch nie so richtig in einer WG gewohnt.

100 Tage unter ständiger Kameraüberwachung: Was wirst du im Haus wohl am meisten vermissen?
Ich vermisse bestimmt meine Familie, meine Hunde und mein Handy.

Wie stellst du dir das Leben unter 24-stündiger Beobachtung vor?
Ich denke, ich werde die Kameras schnell vergessen. Da muss man dann halt aufpassen, dass man sich nicht daneben benimmt oder sich extrem nackt präsentiert. Duschen werde ich auch mit Bikini.

Was wird für dich im Haus deine größte Herausforderung sein?
Das werden die Mitbewohner sein. Wir wohnen ja auf engstem Raum und schlafen in einem Zimmer. Da schnarcht dann einer. Das wird mir dann schon auf den Geist gehen. Ich brauche auch Süßigkeiten und dann auch noch ohne Fernsehen. Das ist schon hart.

Smartphone- und Social-Media-Junkie? Wie aktiv bist du im Netz/Social Media? Wie lange hältst du es ohne aus?
Ich bin bei Social Media jetzt nicht so aktiv. Meine Welt ist eher die reale Welt.

Was wird so deine Rolle im Haus?
Ich bin so, wie ich bin. Weder Alphatier noch Mitläuferin. Ich bin jemand, der Streit eher schlichtet. Mir geht es sehr um Gerechtigkeit, auch in meinem eigenen Leben. Ich denke die anderen werden meine ehrliche und offene Art schätzen. Ich sage immer was ich denke. Das kommt nicht immer so gut an. Ich weiß, ich müsste öfter erst darüber nachdenken, bevor ich etwas sage.

Was muss passieren, dass du so richtig ausflippst?
Wenn da so ein Macho-Ego-Typ dabei ist, der nur an sich denkt. Oder wenn Leute dabei sind, die gar nicht aufräumen, schlampig sind und das ganze Haus verdrecken lassen. Ich finde, jeder muss jedem helfen.

Wie wichtig ist es dir, Big Brother zu gewinnen?
Dabei sein ist ja auch schon mal alles. Der Gewinn ist mir nicht so wichtig. Wer hat denn schon die Chance, hier dabei zu sein. Sollte ich trotzdem gewinnen, wäre das schon genial. Ich hätte auch schon Ideen, was ich mit dem Geld mache: Ich würde meiner Mama etwas abgeben. Mein Traum wäre auch, einen schönen Wohnsitz für Rentner zu bauen, damit die es gut haben.

Die neue Staffel von „Big Brother“ läuft von Montag bis Freitag um 19 Uhr auf Sat.1 und Joyn.