AusgehenFreizeit-Tipps: Programm für Donnerstag, 26.1.2023, in Magdeburg

In Magdeburg gibt es Tag für Tag viel zu erleben. Die Volksstimme hat Freizeittipps für Donnerstag, den 26. Januar 2023, zusammengestellt.

Von Martin Rieß 25.01.2023, 15:30
Anne Frank ist Thema am 26. Januar im Speicher K im Wissenschaftshafen Magdeburgs.
Anne Frank ist Thema am 26. Januar im Speicher K im Wissenschaftshafen Magdeburgs. Foto: Landebühne Sachsen

Magdeburg - Tag für Tag bietet Magdeburg ein breites Programm aus Kultur und Freizeit. Für den 26. Januar 2023 hat die Volksstimme eine Reihe von Tipps zusammengestellt. Es geht um Musik und Kabarett, um Literatur und Film. Die Tipps für den 25. Januar 2023 gibt es hier.

Mono-Oper über „Anne Frank“ im Speicher K im Magdeburger Wissenschaftshafen

Die zweiteilige Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ des Komponisten Grigori Frid in einer Inszenierung und Ausstattung von Klaus-Peter Fischer wird am 26.1.2023 um 20 Uhr im Speicher K der Otto-von-Guericke-Universität im Sarajevoufer 36 gezeigt. Als Anne Frank ist Miriam Sabba zu erleben. Die musikalische Leitung hat Jan Michael Horstmann inne. Es spielt die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck.

Das Stück schildert in knappen Bildern (wie „Geburtstag“, „Schule“, „Vorladung zur Gestapo“, „Das Versteck“ oder „Razzia“) das Schicksal des 13-jährigen Mädchens Anne Frank, das sich vom 6. Juli 1942 bis zur Verhaftung durch die Gestapo am 4. August 1944 in den faschistisch besetzten Niederlanden mit seiner Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt hielt.

Der seelische Druck, der auf dem Kind lastete und dennoch seine moralische Kraft nicht zu brechen vermochte, durchzieht die gesamten dokumentarischen Tagebuchaufzeichnungen der Anne Frank. In diesen Aufzeichnungen vermittelt sich der unbeugsame Lebenswille des Mädchens.

Das Libretto, fast wortgetreu aus dem Original übernommen, wird in eine musikalisch-lyrische Erzählung integriert, deren Emotionsgehalt gleichermaßen der Tragik des Geschehens wie der dichterischen Ausdruckskraft des Mädchens Rechnung trägt.

Annes tiefgründige Gedanken, ihre naive Freude über ein Geschenk oder einen Flecken blauen Himmels, aber auch ihre nackte Angst und der Wille, tapfer zu bleiben, die aufkeimende Liebe zu Peter, ihr Sinn für Situationskomik und die Hoffnung auf Freiheit, all das findet auch Ausdruck in der Musik.

Cembalo im Sinfoniekonzert

Das Cembalo steht morgen und am Freitag im Fokus beim fünften Sinfoniekonzert der Magdeburgischen Philharmonie in dieser Spielzeit. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr im Opernhaus am Universitätsplatz 9.

Olga Watts ist als Solistin beim Sinfoniekonzert im Opernhaus am Cembalo zu erleben.
Olga Watts ist als Solistin beim Sinfoniekonzert im Opernhaus am Cembalo zu erleben.
Foto: Veranstalter

Zusammen mit der Blockflöte und der Gambe gehört das Cembalo zu den Instrumenten, die im Laufe der Musikgeschichte ins Abseits geraten sind. Im Zuge der immer größeren Anforderungen in Sachen Klangfülle und -farbe, die an das Instrumentarium gestellt wurden, erschien der zirpende Ton dieses Tasteninstrumentes, dessen Anschlag sich nur wenig variieren lässt, als starr, veraltet – und im romantischen Orchesterapparat als zu leise. Erst das 20. Jahrhundert interessierte sich nach dem Ausreizen von Gefühls- und Klangrausch im Fin de Siècle wieder für den intimen, „objektiven“ Klang dieses barocken Instruments. Und mit der modernen Klangtechnik ist auch das Lautstärke-Argument vom Tisch, vielmehr eröffnet die Verstärkung ganz neue musikalische Möglichkeiten. Die australische Komponistin Elena Kats-Chernin spielt mit diesem Spannungsfeld von alt und neu, indem sie in ihrem Cembalokonzert alte Briefe – die ersten schriftlichen Zeugnisse des zentralasiatischen Volkes der Sogden – zu neuem musikalischen Leben erweckt.

Neben Elena Kats-Chernins „Ancient Letters“ als Konzert für verstärktes Cembalo und Orchester stehen Peter Tschaikowskys Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29. Polnische Sinfonie sowie Marc L. Voglers „Kristallisation“ als Uraufführung auf dem Programm.

Das Cembalo spielt Olga Watts, eine „grandiose Alte-Musik-Fachfrau“, wie die Süddeutsche Zeitung schrieb. Die Magdeburgische Philharmonie wird von Generalmusikdirektorin Anna Skryleva dirigiert.

Musikalische Bilder aus dem Magdeburger Dom im Gesellschaftshaus

Das Erzählcafé der Magdeburger Volkshochschule ist am 26.1.2023 dieser Woche von 15 bis 18 Uhr im Gesellschaftshaus in der Schönebecker Straße 129 zu Gast. Die Veranstalter laden ein, über die von Gotthard Demmel vom Fotoclub „magdeburger photgraphierer“ in Szene gesetzten „musikalischen“ Motive im Dom mehr zu erfahren und über die Geschichte und Musiktradition ins Gespräch zu kommen.

Die aktuelle Ausstellung „Der Dom und die Musik“ im Gesellschaftshaus ist bis Mitte Februar jeweils ab eine Stunde vor dem Beginn von Veranstaltungen kostenfrei zugänglich.

Kabarett am Abgrund im „... nach Hengstmanns“

„Kabarett am Abgrund“ heißt das neue Kabarett-Programm im „… nach Hengstmanns“ im Breiten Weg 37. Die Premiere am 26.1. und weitere Vorstellungen sind für den 27. und 18.1. sowie für den 2., 3., 16., 17. Februar jeweils um 19.30 Uhr geplant.

"Kabarett am Abgrund" heißt ein neues Programm in Magdeburg.
"Kabarett am Abgrund" heißt ein neues Programm in Magdeburg.
Foto: Claudia Hengstmann

Heiko Herfurth und Franziska Hengstmann schlüpfen in die Rollen, die man braucht, um ein Privattheater zu betreiben, und Tobias Hengstmann schlüpft in altbekannte Rollen, die man auch braucht, allerdings um das Kabarett „... nach Hengstmanns“ zu betreiben. Frei nach dem Motto „The Show must go on!“ bietet sich dem Zuschauer ein Blick hinter den Vorhang, mit allem was passieren muss, was wichtig ist, um eine erfolgreiche Premiere über die Bühne zu bringen.

Mit der Inszenierung beschreitet das Kabarett Neuland: In den vergangenen Jahren war Tobias Hengstmann meist neben seinem Bruder Sebastian, oft auch mit Vater Frank auf der Bühne des Kabaretts zu erleben.

Flucht und Vertreibung sind Thema bei Lesung in der Magdeburger Stadtbibliothek

Die Erfahrungen von Flucht und Vertreibung wirken auch als seelische Verletzungen oftmals über Generationen hinweg nach. Eine deutsch-baltische Familiengeschichte im Zweiten Weltkrieg und darüber hinaus erzählt die Hochschulpädagogin und Kriegsenkelin Sophie Pannitschka in ihrem Erinnerungsbuch „Dorpat und die Grüne Kiste“ am Donnerstag, 26. Januar 2023, um 17 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg im Breiten Weg 109.

Ein Ring und eine grüne Kiste mit Aufzeichnungen, Unterlagen und zahlreichen Fotos stehen am Anfang, als Sophie Pannitschka sich auf die Suche macht nach dem Lebensweg ihrer Großmutter Dagmar Schulz aus Dorpat/Tartu, das in Estland liegt. Nach und nach erschließt sich ihr bei der detektivischen Recherche die Geschichte ihrer Familie, einer renommierten Dorpater Fotografendynastie. Das Kriegsende 1945 bedeutet für Dagmar Schulz und ihre Angehörigen die Flucht über Breslau und Berlin nach Bad Pyrmont und das Ende der traditionsreichen geschäftlichen Existenz.

Veranstaltungsort ist dieMagdeburger Stadtbibliothek.
Veranstaltungsort ist dieMagdeburger Stadtbibliothek.
Foto: Martin Rieß

Die Autorin schildert aber nicht nur den Lebensweg einer selbständigen Fotografin in der turbulenten Epoche der Revolutionen und Kriege im Baltikum. Sophie Pannitschka berichtet dabei auch von ihren eigenen Erfahrungen des „auf der Suche Seins“ und des „Antworten Erhaltens“. Sie beschreibt, wie es ist, die Wurzeln der Familie aufzusuchen. Und es drängen sich ihr Fragen auf, die sie nicht beantworten kann.

Filme geflüchteter Frauen im Volksbad Buckau

„Mit eigenen Augen“ ist der Abend des am 26.1.2023 im Volksbad Buckau in der Karl-Schmidt-Straße 56 überschrieben. Beginn ist um 18 Uhr. Gezeigt werden Filme von geflüchteten Frauen aus Afghanistan, Iran, Syrien und der Ukraine, die mit ihrer eigenen Perspektive auf die Geschehnisse in ihren jeweiligen Heimatländern und ihrem Leben in Deutschland eingehen.

Gezeigt wird der Animationsfilm „Alles anders“ der 17-jährigen Ukrainerin Yeva Shcherban, ein experimenteller Dokumentarfilm der iranischen Künstlerin Masoumeh Ahmadi über Frauenrechte und die Situation im Iran, eine Doku über das Frauenprojekt „CaRIma“ der Künstlerin Iman Shaban in der Gemeinschaftsunterkunft Oschersleben sowie ein Porträtfilm des afghanischen Interkulturellen Netzwerkes Sachsen-Anhalt „Ifnis“.

Rock mit „Final Stap“ in der Sudenburger Feuerwache

Mit „Final Stap“ geht ein Rockmusik-Kollektiv auf „Hochglanzpolitour“ und macht in Magdeburg Station. In Magdeburg geben Christian Sorge, Dirk Posner, Mike Kilian und Tobias Künzel am 26.1. um 20 Uhr ein Konzert. Veranstaltungsort ist die Sudenburger Feuerwache in der Halberstädter Straße 140.

Final Staps stammen aus Halle. Sie gehen – so keine Pandemieeinschränkungen dazwischenkommen - pro Jahr für ein bis zwei Wochen auf Tour. Nach dem Auftritt in Magdeburg stehen für die aktuelle Tour nur noch zwei Auftritte in Rostock auf dem Programm.

Songwriter Robert Carl Blank spielt im Blue Note

Songwriter: Der Songwriter Robert Carl Blank ist am 26.1.2023 um 20.30 Uhr bei einem Konzert im Blue Note in der Lessingstraße 20 in Magdeburg zu erleben. Mal sanft mit einem Schuss Melancholie, mal treibend stürmisch bewegt er sich in den Gewässern des Folk, Soul und Blues.