Magdeburg l Immer wieder beklagen sich Bürger darüber, dass die Friedhöfe von manchen Hundehaltern als „Hundeauslaufwiesen“ benutzt werden. Die Hunde laufen frei auf den Wegen herum, Wiesen zwischen den Gräbern werden als Tummelplatz für die Vierbeiner gesehen. Der Stadt ist das Problem bekannt, wie aus einer Stellungnahme des Rathauses auf eine Anfrage der Fraktion CDU/FDP/BfM hervorgeht.

Konkrete Friedhöfe, welche tatsächlich als Hundeauslaufwiese genutzt werden, seien dem Ordnungsamt Magdeburg nicht bekannt, so die Stellungnahme. Unabhängig davon werden allerdings von den Mitarbeitern des Eigenbetriebs Stadtgarten und Friedhöfe auf dem Südfriedhof Verstöße gegen den Leinenzwang beobachtet. Daneben seien die Friedhöfe West, Buckau und Salbke betroffen, wenn auch nicht in dem Umfang wie auf dem Südfriedhof.

Die Fraktion wollte auch wissen, wie die Leinenpflicht für Hunde auf den Friedhöfen der Stadt überwacht werde. Im Rahmen der personellen Möglichkeiten überwache das Ordnungsamt auch die Verhaltenspflichten der Besucher, wie sie in der Friedhofssatzung der Stadt für die 16 kommunalen Friedhöfe festgeschrieben sind. Dazu gehöre natürlich auch die Anleinpflicht. Schwerpunkte dieser Überwachungen seien der West- und der Südfriedhof. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate seien rund 60  Kontrollen durch Fußstreifen des Ordnungsdienstes vorgenommen worden. Dabei konnten zwölf Verstöße gegen die Anleinpflicht festgestellt werden, so Ordnungsbeigeordneter Holger Platz in der Stellungnahme.

Daneben weisen die verantwortlichen Mitarbeiter des Stadtgartenberiebs die Friedhofsbesucher immer wieder darauf hin, dass Hunde angeleint geführt werden müssten, so Holger Platz.