Magdeburg l Kühle Drinks und mal wohlklingende, mal schräge Melodien – so sah über viele Jahre das Erfolgsrezept im „One“ am Eingang der Leiterstraße in Magdeburg aus. Ende 2002 war die Cocktail- und Karaokebar eröffnet worden und blieb danach eine feste Konstante im Magdeburger Nachtleben.

Doch vor anderthalb Jahren kam das überraschende Aus. Der Mietvertrag zwischen der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) als Eigentümerin und dem damaligen Betreiber war nicht verlängert worden. Offizielle Informationen zu den Hintergründen gab es damals von beiden Seiten nicht. Kurze Zeit davor war aber bereits der Tanzclub „First“ in der Buttergasse wegen hoher Mietschulden geschlossen worden, der vom gleichen Betreiber geführt wurde.

Wobau bestätigt Mieter

Nun gibt es für das Objekt in der Leiterstraße einen neuen Mieter, der das Lokal wieder eröffnen will, wie die Wobau auf Volksstimme-Anfrage bestätigt. Schon im Frühjahr soll es wieder gastronomisch genutzt werden, heißt es seitens der Vermieterin.

Bei dem neuen Betreiber handelt es sich nach Volksstimme-Informationen um einen erfahrenen Gastronomen aus Magdeburg. Er will das Konzept aus Cocktails und Karaoke auf jeden Fall fortführen. Dass aktuell die Bedingungen für Gastronomen wegen der Corona-Krise katastrophal sind, ist offenbar kein Problem für seine Bar-Pläne.

Name bleibt bestehen

Wenn es die Corona-Beschränkungen zulassen, könnte die Bar bereits Ende Februar/Anfang März 2021 öffnen, heißt es. Bis dahin soll noch einiges im Inneren umgebaut werden. Die Handwerker stehen schon bereit. Der Name „One“ soll für die Bar fortgeführt werden.

Der Standort wird seit fast 20 Jahren gastronomisch genutzt. Im Zuge des Umbaus der gesamten Leiterstraße hatte die Wobau dort ein „Bierdorf“ etablieren wollen. Im April 2001 eröffneten das „Fidelio“ (dort wo das „One“ war beziehungsweise bald wieder sein wird), der eher bodenständige „Grünspecht“ sowie die Sportsbar „The Fan“. Das vierte geplante Lokal „Haxen-Hugo“ öffnete schon gar nicht mehr. Die Idee des Bierdorfs setzte sich langfristig nicht durch. Nur die Sportsbar konnte sich bis heute dort halten.