Magdeburg (dpa) l Gut ein halbes Jahr nach einer Hundeattacke auf eine syrische Familie in Magdeburg geht der Prozess gegen den Besitzer der Tiere zu Ende. Die Staatsanwaltschaft forderte am Montag am Magdeburger Landgericht, den 24-jährigen Angeklagten wegen mehrerer Vorfälle zu vier Jahren Haft zu verurteilen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Verteidigung will einen Freispruch erreichen. Das Urteil wird am Dienstag erwartet. Dem Mann werden eine Reihe von Straftaten vorgeworfen. Er sitzt seit Mai in Untersuchungshaft und schwieg bisher zu den Vorwürfen.

Für Schlagzeilen sorgte die Hundeattacke Mitte Mai in Magdeburg. Laut Anklage beschimpfte der Deutsche in einem Park einen 29 Jahre alten Syrer und dessen Familie rassistisch und griff sie an. Dabei sollen seine beiden Bulldoggen zugebissen haben. Der 29-Jährige erlitt mehrere Bisswunden.

Offene Fragen später geklärt

Außerdem soll der Angeklagte seine Hunde bei früheren Vorfällen auf ein weiteres Opfer gehetzt sowie einen Mann in einer Straßenbahn angegriffen haben. Zudem soll der 24-Jährige seine Ex-Freundin in der gemeinsamen Wohnung monatelang misshandelt und geschlagen haben. Wegen offener Fragen wurde dieser Vorwurf jedoch abgetrennt und wird in einem eigenen Verfahren verhandelt, wie das Gericht mitteilte.