Magdeburg l Das neue Zentrale Fernsehstudio an der Hochschule Magdeburg-Stendal wird vor allem in der Ausbildung von angehenden Journalisten genutzt. „Studierende können realitätsnah ausgebildet werden und erhalten somit ein fantastisches Experimentierfeld“, so Rektorin Prof. Dr. Anne Lequy bei der Eröffnung des Studios, das gemeinsam vom Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien sowie dem Zentrum für interdisziplinäre Medienarbeit betrieben wird.

Auf mehr als 100 Quadratmetern stehen den Studierenden und Beschäftigten der Hochschule vier hochauflösende Studiokameras zur Verfügung, von denen zwei mit Telepromptern ausgestattet sind und eine ferngesteuert werden kann. „Die Kameras sind mit einem Bildmischer verbunden, der das Zuspielen von vorproduzierten Clips ermöglicht, aber auch die Verwendung von Bauchbinden oder Grafiken zulässt“, erklärt Studioleiter Hartmut Haase beim ersten Rundgang durch die neue Einrichtung.

Erneuert wurden zudem auch die gesamte Ton- und Licht-Ausstattung. Dank eines installierten Bluescreens können Studiosendungen sowohl im realen Raum, als auch im virtuellen Umfeld aufgezeichnet werden, wodurch jede Produktion ihren ganz eigenen Charakter erhält. Von der Regie aus, die in einem separaten Raum gelegen ist, lässt sich das Szenario im Studio steuern. Je nach Produktionsumfang können hier bis zu fünf Studierende zum Einsatz kommen. Die Produktionen können in unterschiedlichen Qualitäten lokal aufgezeichnet oder per IP-Stream entweder an einen TV-Sender verschickt bzw. online auf einem eigenen Webkanal ausgestrahlt werden.

Die neue Technik kam bereits einige Tage vor der offiziellen Eröffnung zum Einsatz. Für verschiedene Beiträge nahmen Studierende Moderationen in Gebärdensprache auf. Daneben eigenen sich die Räume auch für Talkrunden oder Magazinsendungen im Livebetrieb.

Beim Studioaufbau half u. a. der Mitteldeutsche Rundfunk, der die Medienausbildung der Hochschule im Rahmen von Kooperationsprojekten seit 2002 begleitet.

Insgesamt dauerte die Umsetzung des Projekts von der ersten Idee bis zur Realisierung zwei Jahre. Die Kosten für die technische Ausstattung in Höhe von rund 210.000 Euro wurden vom Bund und Land finanziert.