Magdeburg l Die Abrissbagger sind in der Friedenshöhe wieder im Einsatz. Das von Mehrgeschossern im Stile des industriellen Wohnungsbaus geprägten Wohngebiet im Süden von Magdeburg-Sudenburg steht vor einer weiteren Veränderung. Die Wobau, hier der dominante Vermieter, lässt mit den Blöcken Ferdinand-von-Schill-Straße 2-10, Ferdinand-von-Schill-Straße 26-34 und Astonstraße 45-57 ein großes Karree abreißen. Zuletzt sank das Mieterinteresse rapide, der Leerstand war groß.

60-60-84. So lautet die Losung der Anzahl der Wohnungen bezogen auf die zuvor genannten Eingänge, die dabei „vom Markt genommen werden“, wie der Abriss von Häusern auch umschrieben wird. Die Arbeiten, die mit Mitteln des Förderprogramms „Stadtumbau Ost“ umgesetzt werden, werden voraussichtlich bis Ende November 2020 andauern, lässt das Unternehmen wissen. In diesem Zuge werde auch das Heizhaus oberhalb des Areals abgetragen.

Dass es nicht lange dauern wird, bis nichts mehr an die Wohnhäuser erinnert, die seit den 1970er Jahren von mehreren Bewohnergenerationen bewohnt wurden, zeigt sich wenige Meter weiter. Dort ist vor wenigen Jahren ein Häuserzug abgerissen worden – heute ist lediglich eine Grünfläche zusehen.

In Abstimmung mit der Stadt Magdeburg war bereits ein Drittel der 1200 Wohnungen der Wobau in den zurückliegenden Jahren abgerissen worden. Dabei entstand eine Freifläche von etwa 30.000 Quadratmetern. Für die Zukunft ist von der Wobau in der Friedenshöhe die Entwicklung mit einer kleinteiligen Bebauung – Einfamilien- beziehungsweise Reihenhäuser – angedacht.