Magdeburg l Das Wiederbelebungsprojekt am einstigen Standort des Schwermaschinenbaukombinats „Ernst Thälmann“ (Sket) an der Ecke Schönebecker Straße/ Sandbreite in Magdeburg hat die nächste Hürde genommen. Das Vorhaben, das Baudenkmal zu einem Nahversorgungszentrum umzubauen, hat zum Ausklang 2018 die Baugenehmigung erhalten. Dies sagte Projektentwickler Rudolf Loose auf Volksstimme-Nachfrage.

Demnach sei im Frühjahr 2019 mit dem Baustart zu rechnen.

Die teilweise eingefallene Werkshalle, in der 1871 das Otto-Gruson-Werk als Eisengießerei gegründet wurde und die 1963 dem Sket zugeordnet wurde, wird dann Schritt für Schritt gesichert und ausgebaut. Wo einst Zahnräder und der weltbekannte Gruson-Anker (ein patentierter stockloser vierarmiger Dreigriffanker) gefertigt wurden, soll dann nach etwa einjähriger Bauzeit ein Einkaufszentrum mit einem Edeka- und einem Norma-Markt, einer Filiale der Drogeriekette „dm“, ein Café sowie Dienstleister und Büros unter einem Dach Platz finden.

Im Rahmen des Erhalts und Umbaus des früheren Industriestandorts soll die Geschichte für die künftigen Besucher erhalten und an die früheren Produktionsstätten wie die Stahlgießerei, die als PV 36 geführt wurde, die Modelltischlerei (MP 34) oder den Verzahnungs- und Getriebebau (PF 16) etwa in Form einer Dauerausstellung erinnert werden.