1. Startseite
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Magdeburg
  6. >
  7. Studium: Intel fördert Studenten in Magdeburg

StudiumIntel fördert Studenten in Magdeburg

Der Chip-Riese baut ein Riesenwerk in Magdeburg mit Tausenden Arbeitsplätzen. So sorgt das Unternehmen für den passenden Nachwuchs.

Aktualisiert: 11.02.2024, 10:35
Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal waren in Dublin auf dem Intel-Campus, um ihre Forschungsergebnisse vorzustellen. Die Reise gehörte zu einem gemeinsamen Semesterprojekt von Hochschule und Intel.
Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal waren in Dublin auf dem Intel-Campus, um ihre Forschungsergebnisse vorzustellen. Die Reise gehörte zu einem gemeinsamen Semesterprojekt von Hochschule und Intel. Foto: Vincent Hoban, University Colleg

Magdeburg/vs. - Ein wichtiges Projekt für Magdeburg als Chip-Hauptstadt ist in Dublin zu Ende gegangen. Die Hochschule Magdeburg-Stendal und der Global Player Intel hatten es gemeinsam auf den Weg gebracht.

20 Studenten aus den Studiengängen Sustainable Resources, Engineering and Management (Stream), Maschinenbau sowie Recycling und Entsorgungsmanagement der Hochschule Magdeburg-Stendal stellten bei Intel in Dublin in fünf Teams ihre Lösungen im Bereich der Abwasseraufbereitung vor. Sie wurden begleitet von Hochschulrektorin Prof. Manuela Schwartz und den Projektleitern Prof. Gilian Gerke, Prof. Benedikt Lamontain sowie Prof. Yongjian Ding.

Forschung auf dem Intel-Campus in Irland vorgestellt

Die Vorträge fanden auf dem Intel-Campus in Irland statt, wo eine Jury die Projekte bewertete. Drei Teams wurden für ihre herausragenden Lösungsansätze ausgezeichnet, wobei der erste Platz an das Team von Serhat Selahi Alp Acar, Giulia Bolognesi, Sherif Farrag, Anna Sperling und Bain Tsyrendorzhiev ging. Alle fünf Gruppen hatten ein Semester Zeit, sich dem Industriethema zu widmen. Intel formulierte die Aufgabe, Lösungen für die vollständige Entfernung von EDTA aus dem Abwasser zu finden.

EDTA ist ein Komplexbildner, der beispielsweise in Waschmitteln enthalten ist und in der Halbleiterindustrie genutzt wird. Das Thema war die Grundlage für den Methodenprozess, um den es vorrangig ging. Dabei stand nicht die Lösung selbst im Mittelpunkt, sondern der Weg zur Lösung.

Die Gruppenpreise gab es unter anderem für Engagement, die entwickelte Methodik im Team, die Bereitschaft, neue Weg zu gehen, die Organisation sowie die transparente Darstellung der Arbeit.

Intel vergibt Stipendien an Magdeburger Studenten und ernennt Botschafter

Darüber hinaus erhielten drei Studenten für ihre außergewöhnlichen Leistungen, Notendurchschnitt und Engagement im Kooperationsprojekt ein Stipendium von Intel. Das sind Guilia Bolognesi (Stream), Milan-Lars Lorenzen (Recycling und Entsorgungsmanagement) und Robert Rehberg (Maschinenbau) sind zukünftig als sogenannte Botschafter für Intel aus der Hochschule heraus tätig. Diese Auszeichnungen unterstreichen laut Intel das hohe Niveau und die praktische Relevanz der Ausbildung an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Hochschulrektorin Manuela Schwartz lobt: „Die Studierenden haben gelernt, in Prozessen zu denken, miteinander zu arbeiten, zwischen Nationen und kulturellen Unterschieden zu kommunizieren. All dies sind Fähigkeiten, die sie in Zukunft in vielen Berufen benötigen.“

Das Projekt war Teil des Moduls „Global Product Development and Sustainable Production Processes“, das auf die Vermittlung von Kenntnissen in nachhaltiger Entwicklung, Material- und Produktionsingenieurwesen sowie auf die Förderung von ökologischen Ressourcen und nachhaltigen Städten ausgerichtet ist.

Junge Talente sollen früh an Unternehmen herangeführt werden

Benedikt Lamontain hebt die Bedeutung von dualen Praxismodellen hervor, die darauf abzielen, junge Talente früh an Unternehmen und deren Herausforderungen heranzuführen. Dies trage sowohl den Interessen der Industrie als auch den wesentlichen Anforderungen der Studenten Rechnung, nämlich eine Perspektive und finanzielle Sicherheit zu erhalten, um sich primär auf das Studium fokussieren zu können.

Intel unterstreicht die Bedeutung der Kooperation: „Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es mit einem geringen Budget einen großen und nachhaltigen Effekt erzielt. Es legt ein solides Fundament für die Nachwuchsförderung, auf dem in den kommenden Semestern zusammen mit der Hochschule und dem University College Dublin weiter aufgebaut werden soll.“