Coronavirus

Kommunalpolitiker kritisieren Corona-Regeln

Seehäuser Kommunalpolitiker kritisieren gegenüber der Landesregierung die geltenden Corona-Regeln. Und die Supermärkte.

Seehausen l Dank strenger Einlassoptionen, verbunden mit einem engmaschigen Hygienekonzept und einer Eigenerklärung der Eltern zur gesundheitlichen Verfassung ihrer Kinder durfte Montag trotz stagnierender oder steigender Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus zum Beispiel auch die Seehäuser Grundschule in den Präsenzunterricht starten. Gleichzeitig konnten unter anderem Friseure, Floristen oder Baumärkte wieder ihre Türen aufschließen. Viele andere haben dagegen noch keine Öffnungsperspektive. Das verstehen weder die Geschäftsinhaber noch die Kunden. Und auch nicht die Kommunalpolitik, die im Zuge der Lockerungen zu den Kontakteinschränkungen von der Landesregierung zu einer Stellungnahme aufgefordert war und eindeutig reagierte, wie ein Schreiben der Bürgermeister zeigt. Darin, so Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) im Gespräch mit der Volksstimme, heißt es unter anderem, dass sie die angestrebte Inzidenz von 35 derzeit für unrealistisch halten, dass sich die Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung einem Tiefpunkt nähern und deshalb vor allem im privaten Bereich – wo Kontrolle kaum möglich sei - eher gegen die Regeln verstoßen werde.