Seilbahn-Aus

Kompromiss mit Winterberg-Investor in Sicht

Im Tauziehen um Planungskosten für die Seilbahn am Winterberg rückt ein Kompromiss näher.

Wernigerode l Die Nerven liegen blank, als die Wernigeröder Stadträte am Donnerstagabend beraten: Als der Christdemokrat Frank Diesener im öffentlichen Teil eine Erklärung von Ulrich Thomas, dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, zum Seilbahn-Aus am Winterberg verlesen möchte, fällt ihm Fraktionskollege Uwe-Friedrich Albrecht sofort ins Wort. Solche Äußerungen gehören aus Sicht des Stadtratspräsidenten in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung – schließlich gehe es um eine Einigung der Stadt mit Investor Gerhard Bürger.
Ulrich Thomas’ Worte hätten die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung in der Ratssitzung nur noch weiter angefacht. Thomas bedauert in seiner Erklärung nicht nur das Aus für das Ganzjahresprojekt Schierke. Er bezeichnet den Umgang mit Investor Gerhard Bürger als skandalös. „Hier ist bewusst blockiert, behindert und mit fadenscheinigen Argumenten geschoben worden. Die klare Botschaft an die Schierker und alle Harzer ist, dass eine wirtschaftliche Entwicklung im Harz durch die Grünen nicht gewollt ist“, wird Thomas deutlich.
Mehr noch: Der CDU-Mann macht die grüne Umweltministerin Claudia Dalbert für eine „beispiellose Verschwendung von Geldern“ verantwortlich. In Schierke sei eine Infrastruktur entstanden, die auch auf dieses Ganzjahresprojekt ausgerichtet war und die nun weitgehend ungenutzt sei. Ministerin Dalbert habe „den Willen einer ganzen Region mit Füßen getreten. Statt gemeinsame Lösungen zu suchen, wurde das Ganzjahresprojekt bewusst verhindert.“