Magdeburg l Die große Bühne auf dem Magdeburger Domplatz ist so gut wie fertig. Seit Montag bauen die Techniker die Kulisse für gleich zwei Konzerte auf. Am Freitag tritt die deutsche Hip-Hop-Band Die Fantastischen Vier auf, am Sonnabend folgt mit dem deutschen Sänger Philipp Poisel der nächste Höhepunkt. Die Konzerte sind bisher nicht ausverkauft, Karten gibt es u. a. im Volksstimme-Service-Center und an der Abendkasse.

Wichtig für jeden, der dabei sein will: Rucksack und große Handtaschen zu Hause lassen. Die Sicherheitsvorschriften sind streng. Der Veranstalter macht deutlich: „Verboten sind Handtaschen, die das Format Din A4 überschreiten sowie jede Art von Rucksäcken.“

Kein Platz für Rucksack oder Tasche

Auch gebe es keine Möglichkeit vor Ort, die Taschen oder Rucksäcke zu hinterlegen. Am besten wäre es sogar, wenn alle Besucher sich auf Handy, Schlüsselbund und Portemonnaie beschränken. Damit würde die Arbeit der Ordnungskräfte erleichtert und der Einlass beschleunigt.

Grund für die strengeren Kontrollen sind die jüngsten Ereignisse. Die Terroranschläge der vergangenen Monate auf öffentlichen Plätzen in Barcelona, London, Berlin, Nizza und Paris haben die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen zur Folge.

Verschärfte Sicherheitsvorgaben

Sorgfältig überprüft werden auch die Besucher am Einlass im Magdeburger Stadtpark. Dort findet am Sonntag das Sommer-Open-Air Stars for Free statt und auch dabei sind keine Rucksäcke erlaubt. Tickets gibt es nicht zu kaufen. Wer zuvor keine Eintrittskarte gewonnen hat, kommt nicht rein. Konnten im vergangenen Jahr noch alle Kinder unter 14 Jahren ohne Ticket mit aufs Gelände, ist das in diesem Jahr aufgrund der neuen Vorgaben nicht mehr möglich. „Wir benötigen eine fest kalkulierbare Besucherzahl“, erklären die Veranstalter und verweisen auf die verschärften Sicherheitsbestimmungen für Großveranstaltungen.

Wer am Sonntag ohne Ticket trotzdem in den Stadtpark kommt, kann auf den nahe gelegenen Wiesen den Konzerten von Joris, Milow, Wincent Weiss und Co lauschen. „Dort wird niemand weggeschickt“, heißt es von einer Radio-Brocken-Sprecherin. Wie gut der Sound außerhalb des Geländes ist, kann sie allerdings nicht sagen.

Ganz ohne Eintrittskarte kann jeder, der Lust hat, bei der Christopher-Street-Day-Parade am Sonnabend dabei sein. 13 Uhr geht es am Alten Markt los. Danach startet das Stadtfest, organisiert von der Gemeinschaft von Lesben, Schwulen und Bisexuellen. Dort sind die Vorschriften eher locker und Rucksäcke erlaubt. „Wir legen nur Wert darauf, dass niemand Glasflaschen dabei hat“, heißt es vom CSD-Vorstand.

Polizei ist vorbereitet

Die große Zahl an Veranstaltungen verlangt eine gute Organisation – allen voran die Ordnungsbehörden. Da parallel zum CSD der 1. FC Magdeburg in der MDCC-Arena spielt, wurde die Strecke der Parade in Absprache mit der Polizei aktuell leicht verlegt - damit während der Hauptanreisezeit der Fußballfans nicht die Ernst-Reuter-Allee gesperrt werden muss. Auf die Polizeibeamten komme aufgrund der vielen Großveranstaltungen ein „einsatzreiches Wochenende“ zu, erklärte ein Sprecher der Polizeidirektion Nord. Und machte deutlich, dass sich die Beamten bereits auf diese Herausforderung vorbereitet haben.

Und hier im Überblick - diese Gegenstände sind bei den Konzerten generell verboten:

  • Getränke und Flüssigkeiten
  • Sperrige Gegenstände wie Regenschirm oder Campingstuhl
  • Sprühdosen (z. B. Deo, Haarspray)
  • Audio- und Videorekorder, Kameras, Tablets, Laptops
  • Selfie-Sticks
  • Waffen, Messer, Taser
  • Glasbehälter