Magdeburg l Am 16.12.2019 wurde der Polizei in Magdeburg gemeldet, dass sich Betrüger als Polizeibeamte ausgaben und hierdurch einen vierstelligen Geldbetrag ergaunert haben. 

Laut Polizei lief die Tat so ab: Eine 85-jährige Magdeburgerin wurde in den vergangenen Tagen von einem vermeintlichen Polizeibeamten angerufen. Der falsche Polizist forderte Geld von der Magdeburgerin, woraufhin sie sich zur Bank begab und einen Betrag in vierstelliger Höhe abhob. An ihrer Haustür übergab die 85-Jährige das Geld dann an eine männliche Person in einer blauen Uniform mit Mütze.

Täter noch nicht gefasst

Als die Betrüger sich am Montag erneut meldeten und Geld forderten, vertraute sich die 85-Jährige ihren Angehörigen an, welche die Polizei informierten. Der bzw. die Täter konnten jedoch noch nicht gefasst werden, erklärte Polizeisprecherin Heidi Winter auf Nachfrage der Volksstimme. Die Kriminalpolizei nahm umgehend die Ermittlungen auf. 

Die Tipps der Polizei gegen solche Betrugsmaschen:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Das tun nur Betrüger. Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen, sondern wählen Sie die Nummer selber. Sie können sich aber auch an das örtliche Polizeirevier wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen. Am besten ist, wenn Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeibehörde sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie sie im Zweifelsfall selber wählen können.
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!

  • Auflegen sollten Sie, wenn  ... Sie nicht sicher sind, wer anruft; Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z. B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben; Sie der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben, bzw. Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland; Sie der Anrufer unter Druck setzt; der Anrufer Sie dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, z. B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.
  •  Glauben Sie Opfer eines Betrugs geworden zu sein? Wenden Sie sich sofort an die örtliche Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.