Magdeburg l Die Drogenkriminalität in Magdeburg nimmt zu. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik des Jahres 2018 hervor. Als zwei Schwerpunkte im Hinblick auf die Drogenkriminalität hat die Polizei den Strubepark und den Platz hinter dem Allee-Center ausfindig gemacht. Immer wieder gebe es dort Kontrollen, immer wieder würden Leute mit Drogen aufgegriffen.

Vor allem im Strubepark waren 2018 immer wieder Drogennester gefunden und die entdeckten Drogen sichergestellt worden. Die Polizei zeigte dort zudem eine erhöhte Präsenz.

Center-Verwaltung informierte die Polizei

Dass hinter dem Allee-Center mit Drogen gedealt werde, darauf sei die Polizei von der Center-Verwaltung hingewiesen worden, berichtete Polizeidirektor Dietmar Schellbach als amtierender Revierleiter. Das bedeute aber nicht, dass man den Platz nicht mehr aufsuchen könne, beschwichtigte Schellbach: „Der Platz ist kein Kriminalitätsschwerpunkt an sich.“

Insgesamt 1202  Rauschgiftdelikte erfasste die Polizei im Jahr 2018. Dazu zählten alle Delikte nach dem Betäubungsmittelgesetz. Damit ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu beobachten. Diese Tendenz zeigt sich auch im Fünf-Jahres-Vergleich mit den Jahren ab 2014.

Aufklärungsquote geringer

Die Mehrheit der Verstöße betreffen Paragraf 29 des Betäubungsmittelgesetzes. Er regelt Straftaten, die den Besitz, den Erwerb und die Abgabe von Betäubungsmitteln sowie ähnliche Straftaten betreffen. Die steigende Tendenz ist auch in diesem speziellen Bereich zu beobachten. Dabei hat sich die Aufklärungsquote gegenüber dem Jahr 2018 verringert.

Es gab insgesamt 934 Tatverdächtige. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger hat sich dabei von 18,6  Prozent im Jahr 2017 auf 21,7  Prozent im vergangenen Jahr erhöht.