Bau im Frühjahr

Landesstraße am Magdeburger Flugplatz bekommt einen Überweg für Radfahrer

Die Stadtverwaltung tat sich stets schwer, eine Querungshilfe für Radler in Höhe vom Magdeburger Flugplatz zu schaffen. Nun kommt Bewegung in die Sache.

Von Marco Papritz
Marcel Bräutigam zählt zu den Radfahrern, die regelmäßig die Landesstraße 50 in Höhe vom Magdeburger Flugplatz überqueren müssen, um den Radweg auf der Westseite der vielbefahrenen Straße zu erreichen.
Marcel Bräutigam zählt zu den Radfahrern, die regelmäßig die Landesstraße 50 in Höhe vom Magdeburger Flugplatz überqueren müssen, um den Radweg auf der Westseite der vielbefahrenen Straße zu erreichen. Foto: Marco Papritz

Magdeburg - Da der motorisierte Verkehr Vorrang hat und Radfahrer an der Ampelkreuzung Leipziger Chaussee/Salbker Chaussee/Ottersleber Chaussee nicht berücksichtigt werden, müssen sie eine Verlängerung der Leipziger Chaussee und eine fahrzeugfreie Phase der vielbefahrenen Landesstraße (L) 50 nutzen, um den Radweg auf der Westseite zu erreichen. Der befindet sich etwa 400 Meter entfernt von der Ampelkreuzung. Diese Regelung, vom ADFC wie auch von Mitgliedern des Stadtrates nicht zuletzt wegen eines schweren Unfalls mit Beteiligung eines Radfahrer angemahnt, könnte bald ein Ende haben. Die Stadtverwaltung hat nun Pläne vorgelegt, wonach eine Querungshilfe geschaffen werden soll.

Verkehrsuntersuchung brachte Klarheit

Grundlage dafür ist eine Verkehrsuntersuchung. Im Auftrag des Stadtplanungsamtes wurde geprüft, „ob zur Verbesserung der Radverkehrsführung an der alten Leipziger Chaussee Höhe Flugplatz eine Querungsstelle errichtet“ oder entlang der L 50 südlich der Salbker Chaussee ein einseitiger Geh- und Radweg mit Querung am Verkehrsknoten angelegt werden sollte. Dies würde einen Lückenschluss bedeuten. Es wurde empfohlen, die Querungshilfe ohne Ampel bei gleichzeitiger Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 50 einzurichten, wie es in einer Information vom Beigeordneten Jörg Rehbaum (SPD) heißt.

Konkret soll die notwendige Verbreiterung der Straße und der Bau der Mittelinsel von Februar bis Mai des kommenden Jahres umgesetzt werden, sofern die Ausschreibung und die Vergabe des Auftrags wie geplant verlaufen. Die Finanzierung der kalkulierten 270.000 Euro soll über das Förderprogramm für Radverkehrsanlagen aus Mitteln des Bundes erfolgen.

Der Geh- und Radweg soll übrigens so geführt werden, dass eine „rechtwinklige Querung an der Fahrbahn ermöglicht wird und die Aufstellfläche für den Radfahrer mindestens 2,50 Meter lang, rechtwinklig zur Fahrbahn ist“, wie es von der Verwaltung heißt.

Lange geplant – aber keine Priorität

„Eine Querungshilfe wäre schon schön, da hier viele Fahrzeuge verkehren und es für Radfahrer oft gefährlich wird beim Erreichen des Radweges“, sagt beispielsweise Marcel Bräutigam. Fast täglich ist er auf dem Weg zur Arbeit mit einem Fahrrad in diesem Bereich unterwegs.

Die Stadt hatte die Weiterführung des Radweges bis zur Ampel an der Kreuzung Salbker Chaussee/Ottersleber Chaussee im Radverkehrskonzept verankert, das 2004 aufgestellt wurde. Jedoch wurde das Vorhaben wegen der Verkehrsführung entlang des Flugplatzes zur Landesstraße sowie mit Blick auf den finanziellen Aufwand bislang nicht in die Prioritätenliste „Rad- und Gehwege“ aufgenommen“.