Großbaustelle

Letzter Durchbruch im Magdeburger Tunnel

Beim Bau des Citytunnels in Magdeburg ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. Beide Tunnelröhren sind nun durchgängig ausgehoben.

Magdeburg l Ein Meilenstein ist auf der Baustelle des Tunnels am Magdeburger Hauptbahnhof markiert worden: Am Mittwoch haben die Bauarbeiter beim Aushub der nördlichen Tunnelröhre, die von der Innenstadt in Richtung Stadtfeld reicht, aus Richtung Otto-von-Guericke-Straße den Durchbruch zum bereits bestehenden Tunnelabschnitt zwischen Damaschke- und Kölner Platz erreicht. Die beiden Seiten der Südröhre waren bereits im Sommer miteinander verbunden worden.

Seit November war für die Nordröhre von der Innenstadtseite aus der Boden auch in Nachtarbeit ausgehoben worden. „Damit sind nun beide Tunnelröhren durchgängig und die Nachtarbeit kann beendet werden“, hieß es in einer Mitteilung aus der Magdeburger Stadtverwaltung.

Die Nachtarbeit war gerade aufgrund des Lärms für die Nachbarn zu einer Belastung geworden. „Die Stadtverwaltung, insbesondere die Projektgruppe für das Großbauprojekt, möchte sich an dieser Stelle noch einmal bei den unmittelbaren Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis bedanken.“

Allerdings stehen weitere Arbeiten zu nachtschlafender Zeit bereits ab dem 11. Januar auf dem Plan. Dann erfolgen die Arbeiten aber größtenteils im Tunnel selbst, so dass die Lärmbelastung deutlich geringer ausfallen sollte.

Neben dem Tunnelaushub laufen im Bereich der künftigen Fahrbahn in Richtung Innenstadt Arbeiten an der Filter- und der Sauberkeitsschicht. In der Filterschicht sorgt Schotter dafür, dass Wasser abfließen kann. Die Sauberkeitsschicht besteht aus Beton, der noch keine Lasten tragen soll. Er dient allein dazu, eine ebene und saubere Grundlage für den Bau der Tunnelsohle aus Stahlbeton zu schaffen. Die Bauleute sind dieser Tage mit diesen Arbeiten zwischen der künftigen Zufahrt zur Tiefgarage ins City Carré und der Tunnelausfahrt in Richtung Innenstadt beschäftigt.

Auf der anderen Seite des Tunnels zum Damaschkeplatz hin wird an den Außenwänden gearbeitet. Diese werden blockweise eingeschalt und betoniert. Danach rückt die Verschalung einen Block weiter. Zudem wird die Betonage der Mittelwand vorbereitet. Da diese deutlich dicker als die Außenwände ist, kommt hier eine spezielle Technik zum Einsatz, Lufteinschlüsse im Beton zu verhindern.

Vom 24. Dezember bis 3. Januar ruhen die Arbeiten auf der Baustelle.