Die Termine und die Gruppe

Am 31. Mai von 16 bis 19 Uhr heißt es „Lese-Zeichen meets Sternbrücke“. Bei freiem Eintritt sind alle Interessierten dazu eingeladen, Passagen aus ihren Lieblingsbüchern oder eigene Texte vorzulesen. Ziel ist dabei nicht zuletzt, Passanten zum Innehalten und zum Verweilen zu bewegen. Der Eintritt ist frei.

Am 28. Juni um 19 Uhr findet die nächste Veranstaltung der Gruppe statt. Die Stadtschreiberin und die Schreibkräfte lesen dann auf der Dachterrasse der Gästewohnung, in der die Stadtschreiberin Inger-Maria Mahlke wohnt. Achtung: Hier ist die Zahl der Plätze begrenzt. Maximal 30 Zuhörer können an dieser Veranstaltung teilnehmen. Interessenten können sich per E-Mail an lesezeichen.magdeburg@gmail.com wenden. Die Plätze werden nach der Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Auch hier ist der Eintritt frei.

Die Gruppe Lese-Zeichen – nicht zu verwechseln mit der Initiative rund um das Salbker Lesezeichen – existiert seit April. Im April hatte Daniel Schreiber gelesen, bei der ersten Mai-Veranstaltung war die Gruppe im Forum Gestaltung mit „Weibliche Stimmen der Literatur – eine Nachtlesung“ zu Gast.

Ziel der Gruppe ist es, die Literatur in den öffentlichen Raum und an ungewohnte Orte zu tragen. Auch wenn die Studentinnen, die derzeit hinter der Gruppe stehen, ihr Studium in absehbarer Zeit abschließen werden, hoffen sie, dass das Lese-Zeichen unter dem Dach des Kulturreferats des Studentenrats weitergeführt wird. (ri)

Magdeburg l Literatur in die Öffentlichkeit und an ungewohnte Orte in Magdeburg zu bringen – das ist das Ziel des Studentenprojektes Lese-Zeichen. Am Mittwoch, 31. Mai, findet ab 16 Uhr die nächste Veranstaltung der Gruppe statt. Ort für Literatur ist dann die Sternbrücke, wo alle Interessenten aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen können.

Über den Dächern der Stadt

Zudem stecken Thao Tran, Svenja Heinrichs, Arnisa Halili und Sofia Helfrich, allesamt Studentinnen des Cultural Engineerings an der Otto-von-Guericke-Universität, aber auch schon mitten in den Vorbereitungen zum nächsten Wurf: Es geht um „Aussicht für alle – Lese-Zeichen über den Dächern der Stadt“. Mit von der Partie ist dann die Autorengruppe Schreibkräfte und die derzeitige Magdeburger Stadtschreiberin Inger-Maria Mahlke. Als Bühne soll an der Otto-von-Guericke-Straße jene Dachterrasse dienen, die sich vor den Fenstern der Gästewohnung erstreckt, in der die Stadtschreiberin wohnt.

Anmeldungen ab sofort möglich

Svenja Heinrichs berichtet: „Hier oben gibt es eine solch fantastische Sicht auf die Stadt – das muss man den Menschen zeigen.“ Das sieht auch Gastgeberin Inger-Maria Mahlke so. Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten ist hier aber die Zahl der Zuhörer auf der Dachterrasse begrenzt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Auftritt bei der Buchmesse

Die Stadtschreiberin sagt: „An dem Abend werde ich ein Stück aus dem Manuskript für meinen Roman ,Latitude 23,8‘ lesen, der im nächsten Jahr im Rohwolt-Verlag erscheinen soll.“ Die Autorin ist gespannt, wie die Lesung auf der Terrasse ankommt. „Und falls das Wetter nicht mitspielt, werden wir in den Vorraum ausweichen.“ Neben der Arbeit an ihrem nächsten Buch hat sich Inger-Maria Mahlke als Magdeburger Stadtschreiberin auf Zeit bereits dadurch ausgezeichnet, dass sie sich tatsächlich mit der Stadt und ihren Themen befasst. Unter anderem leistete sie einen interaktiven Beitrag zum Auftritt der Stadt Magdeburg auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse.

Texte bis zum Horizont

Herbert Beesten von den Schreibkräften setzt bei seinen Texten auf den Titel der Veranstaltung: Unter der Überschrift „Aussicht für alle“ möchte er „Texte bis zum Horizont“ vortragen. Außerdem sei ein rhythmischer Vortrag zur elektronischen Musik denkbar – sozusagen als Erinnerung an den Auftritt der Schreibkräfte bei der Expo vor zwei Jahren in Mailand.

Reise nach Mittelasien

Regine Sondermann ist ebenfalls eine Schreibkraft und sie wird aus der „Reise nach Mittelasien“ lesen. Sie sagt: „Wenn es um ein Land hinter dem Horizont geht, dann passt das doch zum Blick von der Dachterrasse in die Ferne.“ Ursprünglich hatte sie geplant, dieses Stück schon früher der Öffentlichkeit zu präsentieren – die jetzt gefundene Lokalität und die Überschrift würden dennoch gut passen, so Regine Sondermann.

Was ein Faultier so treibt

Dritter im Bunde aus der Autorenrunde ist Karsten Steinmetz. Er sagt: „Ich habe einen Text über ein Faultier, das sich auf dem Dach versteckt. Das passt sicher auch gut zu diesem besonderen Ort.“

Bis in den Sonnenuntergang

Bewusst haben die Organisatorinnen auf den Abend gesetzt, damit die Besucher nach Möglichkeit auch den Sonnenuntergang miterleben können. Die Musik an dem Abend solle das Gefühl von Weite, Sehnsucht und Sternen vermitteln, kündigt Schreibkraft Karsten Steinmetz schon einmal an.