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Gedenken am 16. Januar Magdeburg zeigt Haltung: Friedenslieder zum Auftakt der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“

Mit Friedensliedern auf dem Alten Markt erinnert Magdeburg am 16. Januar an die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg – und eröffnet zugleich die Aktionswoche „Eine Stadt für alle“.

Von Karolin Aertel 04.01.2026, 07:00
Den Auftakt der diesjährigen Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ bildet wieder das Singen von Friedensliedern am 16. Januar.
Den Auftakt der diesjährigen Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ bildet wieder das Singen von Friedensliedern am 16. Januar. Archivfoto: Wenzel Oschington

Magdeburg. - Die Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945 ist mehr als ein historisches Ereignis. Sie bildet den Anlass für Erinnerung, Mahnung und gesellschaftliche Auseinandersetzung, die im Rahmen der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ alljährlich in den Fokus gerückt werden.

Auch in diesem Jahr bringt die Initiative „Weltoffenes Magdeburg“ Menschen zusammen, die Vielfalt verteidigen, Haltung zeigen und Weltoffenheit leben. Vom 16. bis 27. Januar 2026 will sie mit Aktionen und klaren Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung ein starkes Signal setzen – und damit eine Zivilgesellschaft stärken, die an ein friedliches Miteinander glaubt.

Wie in den vergangenen Jahren auch steht die Woche unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Simone Borris. Zum Auftakt am 16. Januar wird ab 18 Uhr auf dem Alten Markt mit Friedensliedern an die Bombardierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg erinnert – und zugleich ein lautstarkes Zeichen für Zusammenhalt und Weltoffenheit gesetzt.

In Magdeburgs Stadtbibliothek Laternen basteln

Damit der Platz an diesem Abend mit Licht, Hoffnung und Wärme erfüllt wird, lädt die Stadtbibliothek im Breiten Weg Kinder und Familien vorab von 15.30 bis 17.30 Uhr zum gemeinsamen Laternenbasteln ein.

Nach dem Singen der Friedenslieder auf dem Alten Markt setzen Künstler des Theater Magdeburg im Opernhaus ihre jahrzehntelange Gedenktradition fort und lassen ab 20 Uhr Beethovens Neunte Sinfonie erklingen – ein Werk, das den Wunsch nach Frieden nicht erklärt, sondern fühlbar macht.

Der 16. Januar eröffnet so eine Woche, in der Lesungen, Konzerte, Mahnwachen, Friedensmärsche und Informationsveranstaltungen Räume für Solidarität und Zusammenhalt schaffen – als Gegenentwurf zu Hass, Rechtsruck, Ausgrenzung und gesellschaftlichem Zerfall.

Aktionswoche: Anmeldungen noch möglich

Das Programm der Aktionswoche ist auf der Website von „Eine Stadt für alle“ zu finden.

Dort können auch weitere Veranstaltungen angemeldet werden, die Teil der Aktionswoche werden sollen.