Musikschule

Magdeburger Konservatorium möchte mehr finanziellen Spielraum für effizienteres Arbeiten

Bislang entscheidet das Team der Magdeburger Musikschule über Investitionen bis 10.000 Euro selbst

Von Christina Bendigs

Magdeburg - Wenn das Georg-Philipp-Telemann-Konservatorium Geld etwa für den Kauf von Instrumenten oder eine Orchesterfahrt oder eine andere Ausgabe benötigt, dann gibt es dafür vorgegebene Grenzen, innerhalb derer das Konservatorium über das Geld allein entscheiden kann. Der Rahmen, innerhalb dessen das Konservatorium entscheiden kann, könnte angepasst werden und mehr Spielraum ermöglichen. Dazu müsste die Betriebssatzung geändert werden. Der Betriebsausschuss des Konservatoriums hat bereits eine Empfehlung ausgesprochen, wie aus dem Ratsinformationssystem hervorgeht. Nun fehlt noch die abschließende Entscheidung des Stadtrates.

Zum Hintergrund: Werden bestimmte Geldwerte von bis zu 10.000 Euro zum Beispiel beim Kauf eines Instrumentes überschritten, muss nicht nur der Betriebsausschuss, sondern unter Umständen auch der Stadtrat darüber entscheiden.

Einrichtung will effizienter arbeiten

„Der Betriebsausschuss tagt nur viermal pro Jahr“, berichtet Stephan Schuh als Leiter des Konservatoriums. Unter Umständen vergehe sehr viel Zeit, ehe die Entscheidungen zu notwendigen Ausgaben getroffen werden, argumentiert Schuh, warum der größere Verfügungsrahmen wünschenswert sei. Er betont im Volksstimme-Gespräch jedoch, dass das Konservatorium auch unter den derzeitigen Umständen arbeiten könne. Über Ausgaben von bis zu 10.000 Euro konnte das Konservatorium bislang selbst entscheiden.

Künftig soll ein Spielraum von bis zu 35.000 Euro möglich sein. Diese Zahl orientiere sich an dem, was bei anderen Eigenbetrieben der Stadt möglich ist. Die Schulverwaltung könnte auf diese Weise effizienter arbeiten und der bürokratische Aufwand würde herabgesetzt werden, erklärt Stephan Schuh weiter.

Die Wertgrenzen innerhalb der Satzung wurden seit 2008 nicht mehr geändert. Das geht aus der Begründung zur Beschlussvorlage aus der Verwaltung hervor. Der Stadtrat entscheidet am 15. Juli über die Drucksache.