Müll

Magdeburger produzieren wieder mehr Abfälle

Lange war die Menge des Abfalls pro Einwohner in Magdeburg gesunken. Nun ist sie wieder angestiegen. Es geht um Hausmüll und Sperrmüll, um Wertstoffe und Bioabfälle.

Von Martin Rieß

Magdeburg. Mülltrennung und Müllvermeidung sind ein Thema, das in den vergangenen Jahren im Bewusstsein vieler Menschen an Bedeutung gewonnen hat. Nur wenn es um die praktische Umsetzung geht, sind die Fortschritte eher übersichtlich. Zwar hatte der Durchschnitts-Magdeburger im Jahr 2012 noch bei 486,1 Kilogramm gelegen und damit 13,1 Kilogramm über dem Wert des Jahres 2019. Doch im Vergleich zum Jahr zuvor hatten die Magdeburger im Durchschnitt pro Kopf wieder 4,9 Kilogramm mehr an Haushaltsabfällen produziert.

Die Landeshauptstadt liegt laut den Zahlen des Statistischen Landesamts dabei durchaus im Trend: Nur in drei Kreisen hatte es eine Verringerung der entsprechenden Abfallmengen gegeben. Und bei diesen handelt es sich um jene, die pro Kopf die größten Müllmengen produzieren. Mit 473 Kilogramm an Abfällen pro Einwohner bewegt sich die Landeshauptstadt im Mittelfeld.

Haushaltsmüll an der ersten Stelle

Von den durchschnittlich pro Magdeburger angefallenen 473 Kilogramm an Haushaltsabfällen entfielen übrigens laut der Statistikbehörde 233,7 Kilogramm auf Haushaltsmüll, der in der grauen Tonne gesammelt wird, und auf Sperrmüll, der in den Wertstoffhöfen abgegeben werden kann und bis zu einem bestimmten Umfang auch in den Straßen der Anwohner abgeholt wird. Dieser Müll wird zum größten Teil in der Müllverbrennungsanlage Rothensee verbrannt. Die dabei gewonnene Wärme wird als Fernwärme Magdeburger Haushalten zur Verfügung gestellt. Außerdem wird bei der Müllverbrennung Strom gewonnen.

An zweiter Stelle stehen in Magdeburg die getrennt erfassten Wertstoffe mit 133,4 Kilogramm pro Einwohner. In diese Gruppe fallen zum Beispiel das in der blauen Tonne gesammelte Altpapier und Altglas.

Biomüll an der dritten Stelle

An dritter Stelle stehen die getrennt erfassten organischen Abfälle, die in Magdeburg in der braunen Tonne gesammelt werden. Bislang wird das Material kompostiert. Die Verwaltung plant aber, mit einer Vergärungsanlage auch aus diesem Material Energie zu gewinnen.

Die restlichen Abfälle entfallen auf den Elektronikschrott und auf die sogenannten „Sonstigen Abfälle“, die zum Beispiel im Schadstoffmobil eingesammelt werden.