Magdeburg l Auch die Macher der Magdeburger Kunstmesse „Kunstmitte“ verfolgen die Entwicklungen zum Coronavirus in Deutschland aufmerksam. Die Hoffnung ist groß, dass bis zur Veranstaltung im September die Einschränkungen, die aktuell mehr und mehr das öffentliche Leben begrenzen, beendet sind. Und so planen die Organisatoren das Kunstevent mit zahlreichen regionalen, nationalen, aber auch internationalen Ausstellern weiter wie geplant. Das Team der Kunstmitte hat sich jedoch verändert.

Zwei Mitglieder haben sich nach der Veranstaltung im vorigen Jahr aus dem Team zurückgezogen. Sie bleiben der Messe zwar verbunden, können aber nicht mehr im gewohnten Maß an der Organisation beteiligt sein. Stattdessen rückt Matias Tosi, der künstlerische Leiter des Hundertwasserhauses, nach und bringt noch einige angehende Eventmanager der Elke-Meister-Schule mit, die im Rahmen der Kunstmitte praktische Erfahrungen sammeln wollen.

Azubis sind dankbar für Chance der Mitarbeit

„Wir sind dankbar für die Möglichkeit, daran mitzuwirken“, sagt etwa Chantal Fröba, eine der Auszubildenden, die sich für die Mitwirkung an der Kunstmitte entschieden haben. Loreen Osiander hofft nicht nur auf viele interessante Eindrücke und Erfahrungen. Sie ist auch überzeugt, dass ihr diese praktische Aufgabe für ihren weiteren Werdegang helfen wird. Um bereits Kunstluft zu schnuppern, haben sich die jungen Leute kürzlich eine Kunstmesse in Karlsruhe angesehen – und waren begeistert.

Was sich ändern soll an der Kunstmitte, ist der Eventcharakter. „Wir wollen Leute zwischen acht und 80 Jahren überzeugen, sich die Kunstmitte anzuschauen“, sagt Tosi. Die Neugierde der Magdeburger sei da, es fehle nur ein kleiner Schubs, und den wollen die Organisatoren den Magdeburgern geben, damit sie sich mehr trauen, sich mit Kunst auseinanderzusetzen. Schließlich sei das immer auch eine Form des Abschaltens vom Alltag.

Wie genau das funktionieren soll, werde sich noch zeigen. Zunächst wird jetzt eine Bestandsanalyse vorgenommen, aus der dann kreative Ideen abgeleitet werden. Geplant sei etwa ein Kunstworkshop für Schulen mit einem Hannoverschen Lichtkünstler. Die Ergebnisse des Workshops sollen im Rahmen der Kunstmitte ebenfalls ausgestellt werden. Der Young-Artist-Space kann kostenfrei besichtigt werden und soll Lust machen auf mehr.

Künstler organisieren ihre Stände weitgehend

Das Besondere an der Kunstmitte ist, dass hier viele Künstler ihre Stände selbst organisieren. Aktuell werden noch Anmeldungen für das Early-Bird-Ticket angenommen, das vergünstigt zu haben ist per E-Mail an info@kunstmitte.de. Ab 2. April soll dann das Internetformular freigeschaltet werden. Die Bewerbungsphase dauert bis zum 15. Juni. Anschließend werden die Aussteller ausgewählt.

Im Jahr 2019 fand die Kunstmesse erstmals im Amo-Kulturhaus statt. Zuvor war sie stets auf dem Gelände des Salbker Wasserturmes ausgerichtet worden. Das Areal dort war für die Messe aber zu klein geworden. Deshalb wurde im vergangenen Jahr das Amo genutzt. In diesem Jahr wollen die Organisatoren, zu denen auch Volker Kiehn und Dorothea Hertel gehören, so viel Publikum anziehen, dass das Amo am Wochenende der Kunstmitte ausgebucht sein wird. Auch eine Collectors’ Night soll es wieder geben.