Magdeburg l Abschaltung der WLAN-Hotspots zwischen 22 und 5 Uhr, Aufbau einer Stadtwache, erneute Überprüfung eines Alkoholverbotes am Hasselbachplatz, stärkere Jugendschutzkontrollen und noch einiges mehr - nach den Krawallen in der Nacht zum 24. Juni am Hasselbachplatz in Magdeburg hat es am Donnerstag einen Krisengipfel in Magdeburg gegeben, bei dem sich Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei und der IG Innenstadt über Maßnahmen verständigt, wie solche Situationen künftig vermieden werden können. Ordnungsbeigeordneter Holger Platz berichtete, dass diese Maßnahmen zwar keine hundertprozentige Sicherheit geben, um Ausschreitungen wie die am 24. Juni zu verhindern, "aber wir sind auf dem richtigen Weg", sagt der ordnungsbeigeordnete.

Die Maßnahmen sollen auch helfen, die ohnehin schon schwierige Lage auf Magdeburgs Kneipenmeile zu verbessern. Seit Jahren beklagen Anwohner Ruhestörungen und Sachbeschädigungen. Auch Gastronomen ärgern sich über die überwiegend jungen Leute, die sich am Hasselbachplatz an den öffentlichen Sitzgelegenheiten treffen und bis in die Nachtstunden für Unruhe sorgen.

Am 24. Juni war die Lage eskaliert. 150 junge Erwachsene aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen hatten sich mit der Polizei eine Straßenschlacht geliefert. 110 Beamte, darunter Einsatzkräfte, die aus Halle anreisten, waren in der Nacht im Einsatz.