Magdeburg l Das Image des Magdeburger Kneipenviertels rund um den Hasselbachplatz hat in den vergangenen Jahren gelitten. Grund sind unter anderem Konflikte und Prügeleien, Probleme mit Alkoholkonsum und Drogen, Lärm und die Vermüllung des Platzes. Das Sicherheitsgefühl vieler Passanten ist gestört. Neben einem verstärkten Einsatz von Polizei und Ordnungsamt am Platz soll nun ein Hasselbachplatzmanager - kurz Hasselmanager - bei der Politur des angeschlagenen Images helfen.

Der Stadtrat Magdeburg hat am 17. Oktober 2019 einstimmig den Einsatz eines Hasselmanagers noch vor Ablauf des Jahres beschlossen, sofern sich ein fähiger Bewerber für die anspruchsvolle Aufgabe findet. Ausschreiben soll die Stelle in Kürze der zur Trägerschaft bestimmte Stadtmarketingverein Pro M. Zunächst ist das Projekt bis 2022 befristet. Die Stadt Magdeburg finanziert es mit 35.000 Euro im Jahr 2019 und mit 55.000 Euro in den Folgejahren.

Der Hasselmanager soll in erster Linie für Verständigung unter den Anliegern sorgen, gemeinsame Aktivitäten kultureller Art organisieren und Kontakt zu Ämtern und Behörden halten. Der Bewerber soll Erfahrung im Bereich Marketing und Eventmagement mitbringen und über Einblicke in die Gastronomieszene verfügen, heißt es im Konzept. Die Herstellung von Ordnung und Sicherheit ist ausdrücklich nicht Aufgabe des Hasselmanagers. Die Aufgabe fällt der im Aufbau befindlichen Stadtwache aus Polizei und Ordnungskräften zu.

Zum einstimmigen Ratsvotum steuerten AfD, CDU und FDP viele Enthaltungen bei. Teile des Rates halten die Erwartungen an den Hasselbachplatzmanager für überzogen und glauben, dass er mit der Fülle der Aufgaben überfordert sein wird. Der Hasselbachplatzmanager soll auf Basis von Teilzeit (30-Stunden-Woche) angestellt werden.