Magdeburg l Im Magdeburger Stadtrat bleibt es wie es ist: Die nötige Wiederholungswahl im Wahlbezirk 1209 hat am Sonntag, 8. Setember 2019, keine Änderungen gebracht. Mit Spannung hatte ohnehin wohl nur die SPD auf den Ausgang der Wiederholungswahl geblickt. Für sie ging es darum, ob Julia Brandt ihren Sitz im Stadtrat behält, oder ob ihr Parteikollege Marko Ehlebe aus dem Wahlbezirk 1209 doch noch die nötige Stimmenzahl erreicht, um sie abzulösen. 

Bei der Stadtratswahl am 26. Mai 2019 hatte Ehlebe sein Mandat mit nur 72 Stimmen Unterschied an Parteikollegin Brandt aus dem Nachbarwahlbereich verloren. Nachdem am Sonntagabend kurz vor 20 Uhr die vorläufigen Ergebnisse der Wiederholungswahl veröffentlicht wurden, war klar: Es hat nicht gereicht.

Wahlbeteiligung lag bei 20,2 Prozent

987 Wahlberechtigte im Wahlbereich 1209 waren am Sonntag aufgerufen, erneut ihre Stimme im Kinder- und Jugendhaus „Don Bosco“ abzugeben. Doch nur wenige machten davon Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 20,2 Prozent, gab das Wahlamt am Abend bekannt.

Der Wahltag verlief laut Wahlleiter Holger Platz unproblematisch. „Es war ruhig. Die Wahlbeteiligung war ja auch recht gering“, so Platz. Schon gegen Mittag hatte sich abgezeichnet, dass das Interesse nur mäßig ist, die Wahlbeteiligung lag da bei gerade mal etwas mehr als acht Prozent.

Die meisten Stimmen gaben die Wähler am Sonntag der AfD mit 147. Auf Platz zwei landete die SPD mit 98 Stimmen vor der CDU mit 93. Danach folgen die Linken (82), die Grünen (41), die Gartenpartei (27), die Tierschutzpartei (16), die FDP (12) sowie mit je 4 Stimmen die Tierschutzallianz, future! und BfM.

Die Wiederholungswahl wurde nötig, weil bei der Stadtratswahl am 26. Mai 2019 in dem Wahlbüro die falschen Stimmzettel ausgeteilt worden waren. Der Fehler war erst spät bemerkt worden, in der Zeit hatten bereits 263 Wähler ihre Stimme abgegeben.