Magdeburg l Am 3. August 2017 hatten im Stadtrat Magdeburg SPD, Grüne und beide Links-Fraktionen per Antrag ihrem Unmut Luft gemacht: Ein Konzept müsse her, das sicherstellt, dass alle in den vergangenen Jahren gefällten Bäume in nachgepflanzt werden. Immerhin gibt es eine Differenz von 1575 mehr Fällungen als Pflanzungen.

Der Vorstoß war auf Wunsch der Antragsteller in die Ausschüsse überwiesen worden – und jetzt liegt eine Stellungnahme der Stadtverwaltung Magdeburg zum Thema vor.

Probleme bei Neupflanzungen in Magdeburg

Und in dieser wird auf Probleme mit den Neupflanzungen verwiesen. Unter anderem ließe sich nicht jede alte Baumscheibe wieder neu bepflanzen. Zum Beispiel könnten nahe liegende Leitungen eine Neubepflanzung zuweilen ausschließen – um nicht die Fehler vergangener Jahre zu wiederholen.

In ihrer Stellungnahme verweist die Stadtverwaltung Magdeburg jedenfalls auch darauf, dass in den vergangenen Jahren ein neues Problem aufgetreten sei. In dem Papier der Stadt heißt es: „Im Sinne der Nachhaltigkeit soll nur die Anzahl an Bäumen gepflanzt werden, die in den ersten Standjahren pflegetechnisch zu bewirtschaften ist.“

Probleme mit asiatischem Schädling

Die Wässerung müsse gerade zu Beginn gewährleistet sein. Dies stelle sich in den letzten Jahren, mit den zunehmenden trockenen Frühjahrs­perioden, als problematisch dar. Außerdem scheiden wegen des Asiatischen Laubholzbockkäfers in einigen Gebieten derzeit mehrere Baumarten aus, so dass es sich möglicherweise lohne, noch abzuwarten.

Als realistische Menge an jährlichen Neupflanzungen sieht die Stadt Magdeburg offenbar eine konstante Größe: 2017 wurden bis Mitte September 657 Bäume gepflanzt, von 2018 bis 2020 sind als grobe Richtgröße 650 Neupflanzungen pro Jahr geplant.

Bäume werden u. a. für Bauvorhaben, wegen Krankheit oder aufgrund von Sturm- oder Unfallschäden gefällt.