Magdeburg l Im September 2017 wurde das 1,5 Millionen Euro teure Vereinsheim am Jahnsportplatz offiziell eingeweiht. Der Sportverein Arminia Magdeburg hat damit eines der modernsten Vereinsgebäude der Stadt erhalten. Doch ein Wasserschaden trübt die Freude. Denn in einem Teil des Hauses hat sich großflächig Schimmel gebildet.

Ein Abflussrohr aus den Duschräumen sei defekt gewesen, berichtet Vereinsvorsitzender Mathias Kühne. Nun leben die Vereinsmitglieder wieder mit Einschränkungen. Denn die betroffenen Räume werden derzeit nicht genutzt. Mobiliar ist teilweise ebenfalls vom Schimmel befallen. Alles, was zu retten war, stapelt sich in einem Versammlungsraum und in anderen Räumen. In einer Umkleidekabine bewahren die Sportler derzeit die Trikots auf.

Schaden schnell behoben, Folgen bleiben

Der eigentliche Schaden sei schnell behoben worden, berichtet Kühne. Doch die Reparatur der Folgeschäden stehe noch aus. Umkleidekabinen seien zum Glück nicht betroffen, so dass für die Sportler, darunter Hunderte Kinder, keine Gesundheitsrisiken entstünden. Und auch der Spielbetrieb musste zum Glück nicht eingeschränkt werden.

Die Jahreshauptversammlung allerdings wurde verschoben. Der Vereinsvorstand hat alle Hände voll zu tun, Termine mit der Stadt Magdeburg und Gutachtern einzuhalten und die Materiallagerung zu organisieren.

Wer trägt die Kosten?

Wann die Folgeschäden behoben werden können, ist noch unklar. Und auch die Frage, wer die Kosten dafür tragen muss, sei noch nicht geklärt. „Uns wäre wichtig, dass wir bis dahin noch einmal Container mit Lagermöglichkeiten bekommen“, sagt Kühne, der von einer sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadt spricht: „Wir fühlen uns gut betreut.“

Stadt-Pressesprecher Michael Reif bestätigt den Wasserschaden. Eine Abwasserleitung sei an einer Leitungsverbindung auseinandergedrückt worden, wodurch Schmutzwasser ausgetreten sei und sich unter anderem auf dem Rohfußboden verteilt habe. Die Ursache sei sofort behoben worden. Als Eigentümer der Anlage habe die Stadt zunächst einen Bausachverständigen und ein analytisches Umweltlabor beauftragt.

Baumängelanzeige erstattet

„Unser Ziel ist es, schnellstmöglich die gewohnte Nutzung zu ermöglichen“, so Reif, „momentan erarbeiten wir deshalb einen Zeitplan, um die durch Baumängel entstandenen Schäden zu beseitigen.“ Den bauausführenden Firmen seien wegen eines möglichen Regressanspruchs Baumängelanzeigen zugestellt worden.

Nach den bereits vorliegenden Ergebnissen der raumbiologischen Untersuchungen könne das Vereinsheim weiterhin genutzt werden. Auch die Nutzung der betroffenen Räume sei mit kleinen Einschränkungen möglich. Zudem seien bereits erste notwendige Baumaßnahmen beauftragt worden. Weitere Aufträge werden folgen. Alle bisher angefallenen Kosten habe vorerst die Stadt Magdeburg übernommen.