Magdeburg l Wie geht es weiter mit dem zu Pfingsten 2018 zwangsgeschlossenen Lokal im Rayonhaus in der Steinigstraße in Magdeburg? Zunächst erst einmal gar nicht. Nach wie vor ist das Lokal mit Außenbereich dicht.

Hintergrund ist die Schließungsauflage durch das Ordnungsamt Magdeburg. Das hatte bei einer Kontrolle am Pfingstsonnabendabend fehlende Genehmigungen für den Betrieb der Gaststätte festgestellt und das Aus des Lokals an Ort und Stelle verfügt. Die Genehmigungen sind seit 22. Mai inzwischen beantragt.

Magdeburger Lokal hat viele Freunde

„Wir haben aber noch keine schriftliche Rückmeldung, auch nicht über die verfügte Schließung“, sagte kürzlich eine Sprecherin des Lokals. Viele Sympathisanten des Lokals hatten sich vor allem über den Zeitpunkt der Kontrolle an einem Sonnabendabend gewundert. Inzwischen hat die Stadtverwaltung Magdeburg auf Volksstimme-Anfrage das Prozedere von Kontrollen in Restaurants erläutert.

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Danach habe das Ordnungsamt in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag insgesamt 15 Gaststättenbetriebe überprüft. „Hierbei ging es insbesondere um die Erstkontrolle einer Gaststätte mit Musikveranstaltungen, die Bearbeitung von vorliegenden Lärmbeschwerden und die Überprüfung von zwei bereits erteilten Betriebsuntersagungen. Neben einigen baurechtlichen Fragen wurden drei Überschreitungen der zulässigen Terrassenbetriebszeit bis 1 Uhr festgestellt“, sagte Stadtsprecher Michael Reif.

Kontrollen in Magdeburg "normal"

Nach seinen Angaben seien Kontrollen dieser Art bei rund 800 Gaststättenbetrieben in Magdeburg „normal“ und würden je nach Jahreszeit rund ein- bis zweimal pro Monat auch am Wochenende vorgenommen.

Neben Routinekontrollen erfolgten bei diesen Sammelkontrollen auch gezielte Kontrollen, zum Beispiel, wenn es beim Ordnungsamt Beschwerden über Lärm oder ähnliches gebe. Die meisten Gastronomen seien bei Beanstandungen einsichtig und verantwortungsbewusst. Reif: „Das ist auch kein Wunder, denn unser Ordnungsamt arbeitet mit den Gastronomen in Magdeburg insgesamt gut zusammen: Ich erinnere zum Beispiel an die Veranstaltung ‚Hassel Fever‘, als Vertreter des Amtes gemeinsam mit Veranstaltern und Gastronomen auf Wunsch der Veranstalter eine Pressekonferenz zum Stand der Vorbereitungen gaben.“

Individuelle Gespräche mit Gastronomen

Auch individuelle Gespräche zwischen Gastronomen und Ordnungsamt, wie zum Beispiel zu Fragen rund um das Thema Hasselbachplatz, gehörten schon fast zum Alltag, so Reif weiter.