Magdeburg  (twu/md) l Zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz ist es am Mittwochabend im Norden von Magdeburg gekommen. Am Barleber See II waren Einsatzkräfte von der Wasserschutzpolizei, der Berufsfeuerwehr und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) zum Einsatz gekommen. Grund hierfür war ein Zufallsfund. Bereits im Verlauf des Tages hatten Taucher des DLRG auf einer rund 600 Quadratmeter großen Insel Gegenstände gefunden, die ihnen verdächtig vorkamen.

Wie die Wasserschutzpolizei vor Ort mitteilte, habe man dann versucht an das mutmaßliche Diebesgut heranzukommen, jedoch ohne Erfolg, da das Wasser an zwischen Ufer und Insel zu tief war. Daraufhin habe man die Berufsfeuerwehr, sowie das DLRG gerufen um den Fundort erreichen zu können. Auf der Insel wurde ein rund 15 Quadratmeter großer Bereich gefunden, wo sich allerhand Gegenstände befanden.

Allerdings scheint es sich hierbei nach einer ersten Begutachtung nicht um Diebesgut zu handeln. Viel mehr geht die Polizei aktuell davon aus, dass es sich um ein illegales Lager von Anglern handelt, die dort öfters zu Gange sein könnten. Unter anderem wurde ein Essensvorrat gefunden, von dem eine einzelne Person mehrere Monate überleben könnte. Da das Angeln im Barleber See II jedoch strengen Vorschriften unterliegt und sich das Lager zu dem in einem geschützten Biotop befindet, wird jetzt geprüft, ob Umweltvergehen begangen wurden.

Harald Rohr vom Magdeburger Anglerverein sagte, dass es sich nicht um ein Pachtgewässer seines Vereins handele. Nach seinen Kenntnissen sei dort das Angeln nur in einem sehr kleinen Bereich des See für eine einzelne Person privat erlaubt worden. Der Barleber See II sei auf zahlreiche Eigentümer aufgeteilt, eine Verständigung deshalb schwierig.