Magdeburg l Über fünf Stunden lang hat am Samstag ein Mann die Polizei in Schach gehalten. Gegen 17.30 Uhr hatte sich seine Lebensgefährtin bei der Polizei gemeldet und angegeben, dass sie von ihm massiv bedroht werde. Als die ersten Beamten eintrafen, flüchtete der 46-Jährige mit einem Messer auf den Balkon und kletterte danach auf den Nachbarbalkon. Da der Mann die Absicht äußerte, zu springen, wenn ihm jemand zu nahe käme, wurde die Feuerwehr alarmiert

Als diese anrückte und Sprungkissen aufbaute, zeigte er sich recht aggressiv und fing an Möbel vom Balkon zu werfen. Aufgrund der angespannten Lage, entschied sich die Einsatzleitung für einen Einsatz der Verhandlungsgruppe des Landeskriminalamtes sowie Spezialeinsatzkräften (SEK). Über Stunden hinweg versuchten die Beamten einen Draht zu dem Mann zu bekommen und ihn zur Aufgabe zu überreden.

Da dieser Versuch scheiterte, überwältigen gegen 22.30 Uhr die Spezialeinsatzkräfte den Mann. Im Schutz der Dunkelheit wurde eine Blendgranate gezündet und der Tatverdächtige festgenommen. Wie die Polizei vor Ort mitteilte, sei der Mann den Beamten nicht unbekannt. „Aufgrund der Bedrohungslage hatten wir uns dazu entschieden Spezialkräfte hinzuziehen", erklärte Polizeisprecher Gunnar Krokotsch. „Der Mann wurde nach dem Einsatz in eine Klinik eingewiesen."

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