Magdeburg l Es ist ein Jahr der Absagen. Sämtliche Großveranstaltungen fallen Corona zum Opfer. „Frustrierend“, findet Martin Hummelt. Der Veranstalter des Magdeburger Firmenstaffellaufes stand im Zuge des Verbots für Großveranstaltungen auch vor der Absage seines Lauf-Events, das am 9. Juli im Elbauenpark mit 5000 Teilnehmern gestartet werden sollte. Über einen Alternativtermin im Oktober habe er zwar nachgedacht, doch: „Wir wissen ja nicht, was zu dieser Zeit sein wird. Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist hoch.“

Per App auf Trab

Den Firmenstaffellauf für dieses Jahr gänzlich ausfallen zu lassen, war für den Eventplaner dennoch keine Option. Der Volksstimme verriet er: „Wir haben emsig nach Alternativen gesucht und uns entschlossen, die Firmenstaffel in digitaler Version stattfinden zu lassen.“ Mitarbeiter können für ihr Unternehmen Kilometer sammeln, die via App aufgezeichnet und durch den Veranstalter zusammengerechnet werden. „Uns war es wichtig zu zeigen, die Wirtschaft läuft noch“, sagt Martin Hummelt. So gehe es in diesem Jahr nicht um Schnelligkeit, sondern um gelaufene Kilometer, die im Zeitraum von Anfang Juni bis Ende August gesammelt werden. Wie und ab wann die Firmen ihre Mitarbeiter anmelden können, werde in Kürze bekanntgegeben.

Letztlich könne jeder mitmachen und beispielsweise auch beim Nordic Walking Kilometer fürs Unternehmen sammeln. „Wir wollten den Firmen ein Instrument geben, ihre Mitarbeiter zu motivieren, Sport zu treiben.“ Werden die Auflagen für Veranstaltungen gelockert, könne Martin Hummelt sich auch vorstellen, Veranstaltungen stattfinden zu lassen; beispielsweise Spendenläufe oder bestimmte Routen. Letztlich sei das jedoch noch Zukunftsmusik.

Belohnung gibt es per Mail

Vor wenigen Tagen haben sich die Organisatoren der Volksläufe in der Landeshauptstadt darauf verständigt, jene der insgesamt acht Läufe der sogenannten Stadtrangliste, die bis zum 31. August stattfinden sollten, in einer geänderten Form anzubieten. Das virtuelle Prinzip läuft so ab: Teilnehmer melden sich wie gehabt für den Elbe-Brücken-Lauf oder den Sudenburg-Lauf an, erhalten eine Bestätigung und Startnummer per E-Mail, drucken diese aus und absolvieren die von ihnen gewählte Laufdistanz. Dabei steht jedem frei, wo er seine Kilometer absolviert – nur der Zeitrahmen, bis wann der Lauf stattfinden soll, ist vorgegeben.

Das Ergebnis und ein Bildnachweis werden dann per E-Mail übermittelt. Unter dem Motto „Alle zusammen – jeder für sich" erstellen die Veranstalter die Ergebnisliste sowie die Urkunden zum Ausdrucken. Offen ist derzeit, ob sich daran auch der Hopfengarten-Pokallauf beteiligt, so Ralf Zander.