Magdeburg l In den nächsten zwei Jahren sollen direkt an der Alten Elbe 98 neue und moderne Wohnungen entstehen. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Magdeburg von 1954" (WBG 1954) saniert ihren letzten Plattenbau aus DDR-Zeiten. „Unsere Wohnanlage in der Turmschanzenstraße 7-13 hat alles, was ein attraktiver Standort haben muss: zentrumsnah und doch ruhig, idyllisch an der Elbe, nahe am Stadtpark", so Sylke Lamontain vom Vorstand der WBG 1954. Jedoch entspricht das Wohnobjekt nicht mehr den heutigen Standards. Die Grundrisse seien nicht zeitgemäß, ein Aufzug fehlt und auch der Energieverbrauch sei für heutige Verhältnisse nicht mehr effizient.

Für die geplante Modernisierung und Aufwertung  des Objektes wurde das Haus bereits leergezogen. Von den 82 Wohnungen waren noch 36 vermietet. „Einem Großteil der Mieter konnten wir eine Alternative in unserem Bestand  anbieten", so Sylke Lamontain.

Ideenwettbewerb durchgeführt

Bereits 2012 beschloss die Wohnungsbaugenossenschaft eine umfassende Sanierung und Aufwertung der Wohnanlage. Hierfür wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, an dem sich fünf Architekturbüros beteiligt haben. „Die Aufgabe war es, Lösungen zu finden, die ein zukunftsfähiges modernes Wohnen bieten. Auch sollten im Rahmen dessen Möglichkeiten der Ergänzung der Bestandsgebäude untersucht werden", erklärt Sylke Lamontain.

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Der Wettbewerbsbeitrag des Büros S&P Sahlmann Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH Potsdam konnte die WBG 1954 überzeugen. Das Büro wurde daraufhin mit den weiteren Planungen beauftragt.

Teilweiser Neubau geplant

Die Baumaßnahme umfasst die Modernisierung, den Um- und Ausbau des Bestandes. „Dabei werden auch die Grundrisse neu zugeschnitten", berichtet Sylke Lamontain. Die Gebäude werden grundlegend neu strukturiert, erhalten Aufzüge zur barrierefreien Erschließung. Und auch der Bestand soll erweitert werden durch Aufstockung in Teilbereichen sowie die Errichtung eines Ergänzungsneubaus an der südwestlichen Ecke zur Turmschanzenstraße. Die Fünfgeschosser werden um zwei weitere Etagen aufgestockt.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen werden auch die Außenanlagen neu konzipiert, u. a. ist ein kleiner Spielplatz geplant und überdachte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Doch zunächst muss der Plattenbau entkernt werden. Türen, Fenster, Rohre, Kabel – alle Einbauten werden herausgerissen. Seit Ende November wird mit der Entkernung der Gebäude, dem Abbruch der Balkone an den Fassaden die Voraussetzung für den eigentlichen Baubeginn im April 2017 geschaffen.

Zu den Gesamtkosten des Bauvorhabens konnte Sylke Lamontain noch keine Angaben machen. Auch die Bauzeit sei noch nicht absehbar.  „Unser Ziel ist es, dass die Wohnungen Ende 2018 vermietbar sind", so Sylke Lamontain.