Lauftag am 3. Juli

Schuhe an und los: Magdeburger Stadtteil feiert im Lauftempo

Trotz Corona-Lockerungen wird es in Magdeburg Feste wie das Sudenburger Straßenfest nicht geben. Gefeiert werden soll am 3. Juli trotzdem – in Laufschuhen.

Von Marco Papritz
Nach einem Jahr coronabedingter Auszeit soll am 3. Juli der Sudenburg-Lauf gestartet werden. Traditionell ist es bei dem Volkslauf heiß, was den Teilnehmern auch anzusehen ist.
Nach einem Jahr coronabedingter Auszeit soll am 3. Juli der Sudenburg-Lauf gestartet werden. Traditionell ist es bei dem Volkslauf heiß, was den Teilnehmern auch anzusehen ist. Archivfoto: Marco Papritz

Magdeburg - Biergärten locken und Cafés laden zum Verweilen ein – jeweils ohne dass dafür ein Nachweis einer Impfung, Genesung oder ein Negativtest nötig ist. Auch wenn sich die Situation in Bezug auf die Pandemie immer weiter entspannt, Großveranstaltungen sind aktuell nicht möglich. „Aufgrund der aktuellen Verordnungen kann das Sudenburger Straßenfest auch in diesem Jahr nicht stattfinden“, sagt Michael Hoffmann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) Sudenburg.

Den Aufwand und die Finanzen im Blick

Aus gutem Grund: Das dreitägige Fest an der Halberstädter Straße mit Trödelmarkt, Schaustellern, Künstlern und allerhand Aktionen und dem Ambrosiusplatz als Zentrum der Feierlichkeiten mobilisiert stets mehrere Hundert Besucher. Für eine kleinere Variante fehle der Raum, um entsprechende Hygienemaßnahmen ergreifen zu können.

Unabhängig von den Auflagen ist stets ein Blick auf den (finanziellen) Aufwand und Nutzen zu werfen. Anstelle des Straßenfestes soll es laut Hoffmann daher ein Frühstücksstraßenfest geben, um den Sudenburg-Lauf zu unterstützen.

Modellprojekt ermöglicht den realen Start

Laufmacher Ralf Zander und das Team vom Verein „Sudenburg bewegt“ können über ein Modellprojekt, das vom Land genehmigt wurde, am 3. Juli die 18. Ausgabe vom Volkslauf starten. Man habe sich von der „unglaublich fröhlichen und befreiten Stimmung beim Elbebrückenlauf“ zusätzlich motivieren lassen, so Zander über die Entscheidung, einen realen Start in Sudenburg anzustreben. Außerdem habe der Lauf Ende Mai im Stadtpark gezeigt, „dass die Läufer mit großer Gelassenheit die Auflagen erfüllen und die dadurch verbundenen Wartezeiten mit den lange vermissten Gesprächen mit Gleichgesinnten füllen“. Stadt und Landessportbund unterstützten den Antrag vom Sudenburg-Lauf, dem grünen Licht folgten die Vorbereitungen für die Anmeldungen, die ab sofort möglich sind, so die Ereignisse im Schnelldurchlauf.

Zur Auswahl stehen Strecken von 400 Meter (Kinderlauf) bis maximal elf Kilometer. Schließlich wollen die Organisatoren „die ganze Familie“ ansprechen, so Ralf Zander. Zuletzt fanden sich 2019 über 600 Laufbegeisterte in Sudenburg ein.

Veranstaltung an Familien adressiert

Für die Macher im Hintergrund gilt es am 3. Juli, die Teilnehmer hinsichtlich einer Impfung, Genesung zu überprüfen oder einen Negativtest einzufordern. Zudem wird eine Kontaktnachverfolgung über die Luca-App eingerichtet. Neben Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel werden auch Tests angeboten. Zander: „Mit all diesen Maßnahmen stellen wir sicher, dass das gesunkene Infektionsrisiko auch weiterhin niedrig bleibt.“

Hoch dürfte allerdings die Motivation der Freizeitläufer sein, sich am Start an der Ecke Heidestraße einzufinden. Der Sudenburg-Lauf ist Teil der Magdeburger Stadtrangliste, einer Art Laufliga, bei der Urkunden und Pokale vergeben werden.

Außerdem fanden seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 gerade einmal zwei Laufveranstaltungen im Realen statt – alle anderen wurde als digitale Variante gestartet.

Für Motivation können Besucher der Halberstädter Straße übrigens mit ihren Anfeuerungen sorgen. Die Interessengemeinschaft mobilisiert Händler, sich am 3. Juli am Straßenfestfrühstück zu beteiligen und die Passanten mit Snacks und Getränken zum Verweilen zu animieren. Finale Absprachen dazu sind laut Michael Hoffmann am 28. Juni geplant.