Magdeburg l Zwar ist der neue Anbau für die Regenbogenschule im Magdeburger Stadtteil Neu-Olvenstedt bereits übergeben worden. Doch ganz fertig ist das Vorhaben noch nicht, die Arbeiten an der Hans-Grade-Straße hinken hinterher. Wie Winfried Overmann vom Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement (KGM) im Schulausschuss berichtete, werden sie aber bis zum Schulstart nach den Sommerferien endgültig abgeschlossen sein.

„Die Gewerke lassen uns hängen“, erläutert der Mitarbeiter des KGM. Sprich: Wenn auf einer anderen Baustelle ein wichtiger Termin zu halten ist, kann es heutzutage schon einmal vorkommen, dass die Fachleute abgezogen werden, dass der Stadt wie in diesem Fall die Bauarbeiter weglaufen.

Nur ein Anbieter

Ein echtes Druckmittel hat die Stadt Magdeburg dabei nicht. „In der heutigen Situation muss man oft einfach froh sein, wenn man überhaupt noch einen Auftragnehmer für seine Bauvorhaben findet“, berichtet Winfried Overmann vom Markt während einer Phase der boomenden Bauvorhaben. Im Beispiel der Arbeiten an einer Stahlkonstruktion, die sich im Falle der Regenbogenschule verzögern, hatte sich beispielsweise nur ein Anbieter gefunden.

Dabei handelt es sich keineswegs um einen Einzelfall. Schon in der Vergangenheit hatte es auch aus dem Magdeburger Baudezernat Berichte gegeben, dass sich nicht ein einziger Interessent für Ausschreibungen gefunden hatte.

Förderschule braucht Platz

Die Regenbogenschule ist eine Förderschule für lernschwache Kinder und Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Die Anzahl der Schüler ist in den vergangenen Jahren angestiegen. Daher besteht der Bedarf nach dem neuen Multifunktionsgebäude für die Essensausgabe, den Speiseraum, einen Raum für die Hortbetreuung nach Unterrichtsende und für Veranstaltungen wie Einschulungen und Elternabende. Der Gemeinschaftsraum lässt sich durch eine mobile Trennwand bei Bedarf in zwei Räume teilen. Große Fenster ermöglichen den Blick ins Freie.

Der fast schon fertiggestellte eingeschossige Bau ist westlich des Schulgebäudes auf einer bislang als Schulgarten genutzten Freifläche entstanden. Der Neubau hält sich an das Höhenniveau des Erdgeschosses im bestehenden Schulhaus. Für den Weg vom Schulgebäude ist ein barrierefreier und vor schlechtem Wetter geschützter Übergang dank einer Überdachung gewährleistet.

Ein zusätzlicher Ausgang an der südlichen Seite des neuen Gebäudes soll den Schülern die Möglichkeit bieten, während der Hortbetreuung direkt aus dem Gemeinschaftsraum auf die Freiflächen zu gelangen.