Irxleben/Magdeburg l Diesen Montag wird der 38-jährige Patrick Lüdecke so schnell nicht vergessen. Der Lkw-Fahrer aus dem Landkreis Börde war am Montagvormittag mit seinem Kipper auf der Autobahn 2 in Richtung Berlin unterwegs, als ihn zwischen Irxleben und Magdeburg ein Kleinbus überholte. Nach seinen Worten kam der Transporter etwa 200 Meter vor ihm ins Schleudern, landete neben der Fahrbahn und überschlug sich mehrmals. Sofort eilte Lüdecke den Unfallopfern zu Hilfe. Ein weiterer Ersthelfer unterstützte ihn.

Zwölf Personen waren in dem Bus, vier von ihnen wurden bei dem Unfall verletzt. Zu zweit gelang es den Helfern, alle Insassen in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben der Feuerwehr erlitt mindestens ein Insasse schwere Verletzungen. Während die Ersthelfer die Menschen aus den Unglücksbus zogen, sollen andere Verkehrsteilnehmer einfach weiter gefahren sein. Dabei hätte Patrick Lüdecke durchaus noch weitere Hilfe gebrauchen können, denn die unverletzten Insassen liefen unter Schock auf die Fahrbahn und anfangs wurde eine Person vermisst.

Auch ein Motorrad an Bord

"Das Problem, was ich auf deutschen Straßen bemängele, es hält hier einfach keiner an. Es wird durchgerauscht, es ist ein Wunder, dass nicht noch ein Lkw in uns reingefahren ist. Man könnte selber in so einem Wrack liegen. Darüber sollten diese Autofahrer einmal nachdenken", sagte Patrick Lüdecke.

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Aufgrund der Rettungs- und Bergungsarbeiten mussten zwei Fahrspuren der A2 in Richtung Berlin für zwei Stunden voll gesperrt werden. Am Kleinbus entstand Totalschaden. Neben den zwölf Personen hatte die Fahrgemeinschaft noch ein Motorrad und jede Menge Gepäck an Bord. Die Polizei ermittelt nun die genaue Unfallursache. Noch ist unklar, ob der Transporter überladen war und deshalb ins Wanken geriet, die Polizei ermittelt auch in diese Richtung. Von der Feuerwehr erhielten die beiden Ersthelfer ein großes Lob. Einsatzleiter Ullrich Claus von der Feuerwehr Magdeburg: "Die Ersthelfer haben gut gearbeitet!"