Magdeburg l Die Situation ist in der Stadt Magdeburg nicht neu: Geparkte Autos behindern die Feuerwehr bei der Arbeit und damit auch beim Retten von Menschenleben. Das Durchkommen ist für die großen Fahrzeuge häufig mühsam. Auch das Parken kurz vor Kreuzungen ist für die Feuerwehr oftmals hinderlich, da die großen Einsatzfahrzeuge mehr Platz zum Abbiegen benötigen.

Auf der jüngsten Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Werder wurde das Thema angesprochen. „Die Bürger sind auf mich zugekommen und haben geschildert, dass die Rettungswege oft zugeparkt sind“, berichtet Manuel Rupsch. Der CDU-Stadtrat, der auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Prester ist, machte sich mit den Kameraden und einem Tanklöschfahrzeug selbst ein Bild vor Ort. Fazit: Es besteht Handlungsbedarf.

Zickzacklinien für den Werder

Jetzt fordert Rupsch in einem Antrag, der am 14. Juni 2018 auf der Tagesordnung des Stadtrats steht, zu prüfen, ob die Kreuzungsbereiche Lingnerstraße/ Gartenstraße, Weidenstraße/ Hinter den Holzstrecken sowie Mittelstraße/ Kahnstraße mit dem Verkehrszeichen 299, volkstümlich einfach Zickzacklinie genannt, gekennzeichnet werden können.

Die weiße Zickzacklinie dient lediglich dazu, ein bestehendes gesetzliches Parkverbot zu verdeutlichen. Sein Argument: „Durch fehlende Straßenmarkierungen ist in Parksuchsituationen den Fahrzeugführern die Fehlerhaftigkeit eines Parkens ihres Fahrzeuges, wegen Unterschreitung von Mindestabständen, nicht unmittelbar ersichtlich.“

Sicherheit hat Priorität

Dabei müssten eigentlich alle Führerscheinbesitzer Bescheid wissen und ihren Wagen so parken, dass genügend Platz auf der Straße vorhanden bleibt. Die Straßenverkehrsordnung regelt in Paragraf 12, wo das Halten und Parken unzulässig ist. „Vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu je fünf Meter von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten“, zitiert der CDU-Stadtrat und ergänzt: „So verständlich auch der Wunsch nach einem Parkplatz im Einzelfall sein mag, die Sicherheit für die Bürger muss aber Priorität haben.“ Mit seinem Anliegen weist Rupsch zudem auch auf den zunehmenden Parkdruck im Stadtteil Werder hin.