Magdeburg l Die Magdeburger Polizei wurde erneut auf eine derzeitige Betrugsmasche aufmerksam gemacht. Hierbei geht es um die Rufnummer 030/110. Beim sogenannten "Spoofing" können die Betrüger ihre Telefonnummer manipulieren, sodass beim Angerufenen die Notfallnummer "110" auf dem Display steht.

Vor der Notfallnummer steht meist "030", die Vorwahl für Berlin. Bei dieser Betrugsmasche wird auch oft aus dem Ausland operiert und die Telefonnummern über digitale Telefonverzeichnisse generiert.

Die falschen Polizisten erzählen ihren Opfern, dass Einbrecher gestellt wurden. Bei diesen soll eine Liste gefunden worden sein, auf der der Name des Opfers stehe.

Dabei werde nun das Kriminalamt Berlin dabei helfen, wertvolle Gegenstände und vorhandenes Bargeld in Sicherheit zu bringen. Dazu wurde bei einigen Angerufenen auch nachgefragt, wieviel Geld sie auf der Bank hätten. Anschließend vereinbarten die falschen Polizeibeamten, dass sich noch einmal Kollegen aus Berlin melden werden, um die Übergabe zu organisieren.

Vorsichtsmaßnahmen einhalten

Bürger sind dazu aufgefordert, sofort aufzulegen, wenn:

  • unklar ist, wer anruft
  • der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, zum Beispiel nach Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus
  • der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben beziehungsweise Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland
  • der Anrufer Druck ausübt
  • der Anrufer dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, zum Beispiel zu einem Boten, der Geld und Wertsachen mitnehmen soll 

Zusätzlich soll der Angerufene keine Auskunft über persönlichen und finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten machen. Unbekannten Personen soll nicht die Tür geöffnet werden. Auch, wenn es sonst als unhöflich gilt, ist es hier ratsam, einfach den Hörer aufzulegen. Die Polizei würde niemals am Telefon um Geld bitten.

Gerade ältere Menschen stehen im Telefonbuch - sogar mit Vornamen und Adresse. Das sollte vermieden werden, da die Betrüger häufig auf Einträge in Telefonbüchern zurückgreifen.