Magdeburg l Auf einen vom Stadtrat Dennis Jannack aus der Fraktion Die Linke/Future im Stadtrat Magdeburg gestellten Antrag zur Sicherheit an Straßenbahnhaltestellen gibt es jetzt eine Stellungnahme aus der Stadtverwaltung. Der Stadtrat will erreichen, dass durch Fahrbahnmarkierungen die Autofahrer aufmerksam gemacht werden.

Sorgen wegen schneller Autos

In der Begründung zum Antrag heißt es: „Immer wieder kommt es vor, dass Autos Haltestellen durchfahren, teils mit hoher Geschwindigkeit, während sich die Türen der Straßenbahn zum Fahrgastwechsel öffnen. Zum Glück sind schwere Unfälle bisher die Ausnahme.“ Als Ideen, wie die Fahrbahn markiert werden könnte, nennt der Stadtrat Haltelinien oder das Verkehrszeichen zur allgemeinen Gefahrenstelle. Auch eine Schraffierung des Haltestellenbereiches, gelbe Blinklichter oder Ampeln seien denkbar.

Die Stadtverwaltung Magdeburg steht dieser Idee allerdings weniger aufgeschlossen gegenüber. Im Stadtgebiet Magdeburg gebe es in Bereichen der neu gebauten Haltestellen bereits Haltestel-lensicherungen in Form von Lichtsignalanlagen oder Haltestelleninseln. Im Rahmen der Umrüstung auf barrierefreie Haltestellen würden die noch nicht erneuerten ebenso hergerichtet.

Infos zu Bedarf fehlen

„Bisher ist nicht bekannt, an welchen Haltestellen eine zusätzliche Beschilderung oder Markierung erforderlich ist“, heißt es in der Stellungnahme aus dem von Dieter Scheidemann geleiteten Baudezernat, das auch für Fragen des Straßenverkehrs zuständig ist.

Pauschale Gefahrenbeschilderungen führten, so die Position der Magdeburger Stadtverwaltung weiter, hingegen nur zur Nichtbeachtung und seien auch rechtlich nicht zulässig. Als Hinweis für die Kraftfahrer gebe es das Haltestellenschild: „Kraftfahrern ist hinreichend bekannt, dass sie am Zeichen Haltestelle an Straßenbahnen beim Ein- und Aussteigevorgang nur mit Schritttempo vorbeifahren dürfen“, so das Argument gegen ein Mehr an Schildern und Markierungen. Gegen die Missachtung der bestehenden Regelung durch einzelne Kraftfahrer stünden der Stadt keine weiteren Mittel zur Verfügung.