Magdeburg l Schnell und entspannt neben der Straßenbahn auf der neuen Strecke in das Neustädter Feld radeln? Das können sich mehrere Fraktionen des Magdeburger Stadtrates vorstellen und haben der Stadtverwaltung einen Prüfauftrag erteilt, wie das umgesetzt werden kann.

Derzeit bauen die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) zwischen Lorenzweg und Mittagstraße am 4. Bauabschnitt der 2. Nord-Süd-Verbindung. Die künftige Strecke ist auf diesem Teilstück des insgesamt 3,5 Kilometer langen Abschnitts bereits gut zu erkennen. Entlang der Gleise wird es künftig sogenannte Revisionswege geben, die von den Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) zur Wartung und Instandhaltung der Strecke genutzt werden.

Schnelle Verbindung zum Kannenstieg

Und genau diese sollen zusätzlich als Radschnellwege genutzt werden, lautet der Vorschlag, der von den Fraktionen von SPD, Linke/Future!, Bündnis 90/Die Grünen sowie Links für Magdeburg/Tierschutzpartei gemeinsam getragen wird. „Hier könnte mit einem vergleichsweise geringen Mitteleinsatz zwischen dem Editharing und der Kritzmannstraße eine attraktive Radverkehrsanlage geschaffen werden“, heißt es zur Begründung. Diese könnte als Radschnellverbindung vom Glacis bis zum Kannenstieg genutzt und zudem die Grundlage eines nach Barleben und Wolmirstedt geplanten Radweges werden.

Nach Ansicht der Antragsteller könnten die bislang lediglich mit Schotter geplanten Wege zusätzlich asphaltiert werden, um das Radfahren zu ermöglichen. Laut Tiefbauamt wäre mit Kosten von 150 Euro pro Quadratmeter für die Asphaltschicht zu rechnen.

Revisionswege wechseln Seite

Kritische Stimmen weisen jedoch darauf hin, dass die Revisionswege häufig die Seite wechseln und unvermittelt Pfeiler im Weg stehen, so dass Radfahren kein Vergnügen und mitunter gefährlich wäre.

Der Antrag war bereits im Dezember 2018 mehrheitlich beschlossen worden, die Prüfung durch die Verwaltung unter Beteiligung der MVB läuft derzeit.

Strecke kostet 190 Millionen Euro

Die Strecke zwischen Damaschkeplatz und Hermann-Bruse-Platz ist Teil des 190-Millionen-Euro-Projekts einer zweiten Straßenbahnverbindung von Nord nach Süd.