Magdeburg l Die Stadt Magdeburg steht hinter den Fußballern des 1. FC Magdeburg: Mit einem Beschluss hat der Stadtrat Magdeburg am 5. April 2018 den Weg zu einem Umbau der MDCC-Arena frei gemacht. Diese ist Heimspielstätte für den Drittligisten, der sich anschickt in die 2. Bundesliga aufzusteigen

Die Sanierung soll in mehreren Etappen vonstatten gehen. Zum einen geht es um eine so genannte statische Ertüchtigung des Bauwerks. Grund: Als die Arena im Jahr 2006 als Nachfolgebau des Ernst-Grube-Stadions eröffnet wurde, war nicht eingeplant, dass Fans durch rhythmisches Hüpfen eine besondere Belastung darstellen könnten.

Hüpfverbot in der MDCC-Arena

Aufgrund von Messungen im Jahr 2015 und 2016 wurde deutlich, dass die Schwingungen die Lebenszeit der MDCC-Arena von 50 Jahren auf 17,5 Jahre verkürzen. Entsprechend wurde bis auf Weiteres auch ein Hüpfverbot verhängt, an das sich die Fans und die Besucher auch halten.

Neben Fragen der Sicherheit vor Schwingungen geht es auch um eine Erweiterung der Kapazitäten der MDCC-Arena. Dazu sollen Teile der Sitzplätze in Stehplätze umgewandelt werden. Es geht dabei um die Blöcke 3 bis 7 in der Heimtribüne Nord. In diesem Zuge werden 3900 neue Plätze geschaffen, die für die Besucher zur Verfügung stehen sollen.

Neuer Parkplatz für FCM-Fans

Im Zuge der Erweiterung und des Umbaus sind weitere Aufgabenfelder zu erledigen: Der Brandschutz muss beispielsweise an die neuen Anforderungen angepasst werden. Außerdem geht es unter anderem auch um weitere WC-Anlagen und Kioske sowie um Plätze für die Presse. Neue Zäune und Abtrennungen sollen für mehr Sicherheit sorgen. Und mit einem neuen Parkplatz am Gübser Weg sollen die bei vielen Spielen zugeparkten Straßen in der Nachbarschaft entlastet werden.

Der Neubau des Stadions, das mit einem Freundschaftsspiel des 1. FC Magdeburg gegen Eintracht Braunschweig eröffnet wurde, hatte 31 Millionen Euro gekostet. Die jetzt geplanten Arbeiten sind mit 10,7 Millionen Euro veranschlagt.

Diskussion im Stadtrat Magdeburg

In der Diskussion hatte Manuel Rupsch (CDU) darauf verwiesen, dass bei steigenden Zuschauerzahlen die Verkehrsprobleme gelöst werden. Einen entsprechenden Änderungsantrag hatten seine und weitere Fraktionen eingebracht. Jens Rösler (SPD) unterstrich, dass jetzt für die kommenden Jahrzehnte investiert werde. Mit einem weiteren Antrag befürwortete seine Fraktion, einen weiteren Parkplatz an der Ölmühle zu prüfen. Beide Änderungsanträge fanden Mehrheiten.

Jürgen Canehl (Bündnis 90/Die Grünen) brachte einen dritten Änderungsantrag ein - auch hier ging es um Fragen zum Verkehr. Für die Wünsche zum Beispiel nach einer Förderung des Fahrradverkehrs zum Stadion und eine Erhöhung des Takts von Straßenbahnen sowie andere Ampelschaltungen gab es keine Mehrheiten.

Lob an Verwaltung, Fans und Betreiber

In seinem Redebeitrag hatte Dennis Jannack (Die Linke) den fairen Umgang zwischen Stadtverwaltung Magdeburg, Fans und Betreibern der MDCC-Arena gelobt: "Mit der Drucksache sind wir auf einem guten Weg."

Am Ende der Diskussion gab es eine breite Mehrheit für die Beschlussvorlage, die den Weg für die Investition ins Magdeburger Stadion freimacht. Es gab zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen.