Magdeburg l Fast vier Jahre hat es von den ersten Plänen bis zur Fertigstellung gedauert. Ende November 2020 werden die Pfeifferschen Stiftungen den Hospizanbau und -umbau einweihen und segnen. Der Ausbau des Kinderhospizes, der mit Hilfe von Spenden finanziert wurde, war nötig geworden, um den Familien, die ihre Kinder in den schweren Stunden Tag und Nacht beistehen wollen, mehr Platz und Freiraum während ihres Aufenthaltes zu bieten.

2013 hatten die Pfeifferschen Stiftungen das Kinderhospiz geöffnet und eine Lücke in der Versorgung sterbenskranker Kinder im Land geschlossen.

Besuchsverbot für Großeltern

In den vergangenen Monaten war auch die Einrichtung von den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen. „Glücklicherweise gab es für unseren Bereich Ausnahmeregelungen“, berichtet Franziska Höppner, Leiterin des Kinderhospizes. So hatten die Pfeifferschen Stiftungen die Möglichkeit auch weiterhin einige Familien aufzunehmen, wenn auch unter strengeren Bedingungen, wie einem Besuchsverbot für Geschwisterkinder und Großeltern.

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„Damit die Familien trotzdem Kontakt zu ihren Angehörigen halten konnten, haben wir kreative neue Wege ausprobiert: Für die Geschwister gab es eine Malaktion per Post, für die Eltern intensiven Telefonkontakt in zahlreichen psychosozialen Gesprächen und die Großeltern erhielten Post von ihren hier aufgenommenen erkrankten Enkelkindern“, erzählt Franziska Höppner.

Kunden spenden Flaschenpfand

Mit einer besonderen Spendenaktion unterstützen jetzt zudem die 14 Magdeburger Edeka-Märkte das Kinderhospiz. Im September hatten Kunden die Möglichkeit, ihre Pfandbons für die Einrichtung zu spenden. Dabei kamen 4000 Euro für das Kinderhospiz zusammen.

 „Zum ersten Mal entschieden sich die Märkte, die zur Edeka Minden-Hannover e. G. gehören, eine gemeinsame Aktion ins Leben zu rufen, mit dem Fokus auf sozialem Engagement. Wir bedanken uns bei allen Kunden, die die Aktion unterstützt haben“, so Sven Hartmann, Edeka-Vertriebseinzelhandelsberater.

Die Spende wird unter anderem für den laufenden Betrieb genutzt. Denn die Einrichtung muss einen Teil der Kosten selbst aufbringen. Hinzu kommt der Bedarf an finanziellen Mitteln für die Beratung, die Trauerbegleitung, aber auch die Begleitung der Familien und Geschwisterkinder der schwerst kranken Kinder und Jugendlichen.

Wunsch nach einer Klangliege

Ein langgehegter Wunsch im Kinderhospiz ist zudem die Anschaffung einer Klangliege zur Entspannung, denn mit dem Ausbau des Dachgeschosses und dem neuen Musiktherapieraum sei dafür nun ausreichend Platz. „Die Idee der Pfandspende hat uns sehr begeistert. Wir sind sehr dankbar, dass sich regionale Firmen so mit unserem Kinderhospiz verbunden fühlen“, so Franziska Höppner.