Magdeburg l Traurige Nachrichten aus dem Magdeburger Zoo. Am 27. Dezember 2017 musste dort die Giraffe "Fleur" von einem Tierarzt eingeschläfert werden. Die Rothschild-Giraffe war offenbar in der Nacht zum Mittwoch im Giraffenhaus des Zoos gestürzt und hatte sich nicht mehr von allein aufrichten können, sagte Zoodirektor Kai Perret.

Alarm im Zoo Magdeburg

Am Morgen hatten Tierpfleger die Giraffe entdeckt und sofort Alarm ausgelöst. Zunächst war versucht worden, das verletzte Tier mit Hilfe der Feuerwehr und Tragebändern wieder aufzurichten. "Fleur" war jedoch nicht mehr in der Lage, allein zu stehen. Der Zoo entschloss sich deshalb zu der schweren Entscheidung, die Giraffe einzuschläfern.

Hintergrund ist, dass Giraffen über ein sehr sensibles Kreislaufsystem verfügen, sodass auch eine Narkose zu einer weiteren Untersuchung nicht in Frage kam, hieß es aus dem Zoo Magdeburg weiter.

Kein Giraffen-Ersatz geplant

"Fleur" gehörte seit vielen Jahren zum Giraffenbestand des Magdeburger Zoos und hatte bereits dreimal Nachwuchs auf die Welt gebracht. Zuletzt hatte sie am 10. Januar 2017 einen Giraffenbullen geboren. In den vergangenen Jahren hatte sich eine gewisse Routine entwickelt, dass die Jungtiere von Fleur die Besucher begeisterten. Nach Angaben von Kai Perret sei zunächst nicht geplant, "Fleur" durch ein neues Tier aus einem anderen Zoo zu setzen.