Magdeburg l Die Tierrechtsorganisation Peta hat gegen einen bekannten Magdeburger Profi-Angler Anzeige erstattet. Wie Peta am Donnerstag mitteilte, handle es sich dabei um Veit Wilde. Wilde gilt als einer der besten Raubfischprofis in Deutschland.

Laut Peta soll Wilde ein Video bei Youtube eingestellt haben, welches Tierquälerei zur Schau stelle. Demnach habe der Profi-Angler bei der kommerziellen Vermarktung von Anglerzubehör einen Fisch gequält. "In dem Video ist zu sehen, wie Veit Wilde einem Fisch nach dem Fang […] den Haken von seiner ursprünglichen Stelle entfernt und nachträglich an anderer Stelle durch den Mund bohrt", heißt es in einer Pressemitteilung der Tierschützer. Zudem habe Wilde den Fisch längere Zeit außerhalb des Wassers in die Kamera gehalten.

Deswegen habe Peta Anzeige wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Thüringen erstattet. Die Tierschützer sprechen dabei von einer bewussten Quälerei des Zanders.

Der Profiangler erfährt am Donnerstagmittag von der Volksstimme, dass Peta gegen ihn Anzeige erstattet hat. Wilde sieht dieser gelassen entgegen. „Ich kann mit reinem Gewissen sagen, dass die Anschuldigungen nicht stimmen." Wenn bei dem Video genau hinschaue, sehe man, dass es sich um zwei unterschiedliche Fische handle. Außerdem sei er dazu verpflichtet den Fisch in das Wasser zurückzusetzen. „Dieser war nämlich untermaßig. Der Gesetzgeber gibt hier klare Regelungen vor, welches Tier wieder in das Gewässer zurückgesetzt werden muss", erklärt der Profi. Er wolle mit Tierquälerei "nichts am Hut haben".

Letztendlich sei die Anzeige von Rechtswegen auch nicht mehr verfolgbar. „Das Video ist am 1. Juni 2017 bei einem Angelausflug entstanden", erklärt Wilde weiter. Solche Vergehen verjähren in der Regel nach drei Jahren.