Magdeburg l Acht Entwürfe wurden für die Neugestaltung der Ostseite des Universitätsplatzes in Magdeburg von der Jury des Projekts der Getec-Gruppe bewertet. Drei von ihnen erhielten Preise und haben damit die Chance, umgesetzt zu werden. Mit einer nichtrepräsentativen Umfrage, die für die Bauherren keine Bindung hat, wollte die Magdeburger Volksstimme wissen: Welchen Vorschlag halten Sie für den besten?

Magdeburger favorisieren mehr Grün

Das Ergebnis war eindeutig: Der dritte Preisträger, die „hängenden Gärten“ von Markus Hoffmann erhielten 678 und damit mehr als die Hälfte der Stimmen. In der Umfrage auf den zweiten Platz kam der Vorschlag von Kister, Scheithauer, Gross mit 174 Stimmen und 12,9 Prozent. Dieser Vorschlag hatte von der Jury den ersten Preis erhalten. Knapp dahinter punktete bei den Lesern die Idee von Laboratory for Visionary Architecture Berlin GmbH mit 166 Stimmen und 12,3 Prozent. Diese war von der Jury nicht prämiert worden.

Der Entwurf von BE Berlin GmbH, der von der Jury den zweiten Platz erhielt, kam bei den Lesern mit 95 Stimmen auf sieben Prozent und damit auf den vierten Platz. Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH brachte es mit 92 Stimmen auf 6,9 Prozent, die Idee vom Architekturbüro Lippelt bekam 57 Stimmen und damit 4,2 Prozent, der Entwurf von Ahrens & Grabenhorst 52 Stimmen und damit 3,8 Prozent sowie die Idee von der De Zwarte Hond GmbH 35 Stimmen und damit 2,6 Prozent.

Acht Ideen für den Magdeburger Uniplatz

Magdeburg (ag) l Diese acht Ideen sind bei einem Wettbewerb zur Gestaltung des Uniplatzes in Magdeburg eingegangen.

  • Klare Ränder entlang des Grundstücks sowie die Schaffung von Plätzen und einem zentralen privaten „Grünen Hof“ prägen diesen Entwurf. Visualisierung: Laboratory for Visionary Architecture Berlin GmbH

    Klare Ränder entlang des Grundstücks sowie die Schaffung von Plätzen und einem zen...

  • Dieser Entwurf zeichnet sich durch eine klare Teilung aus: Es sind drei Gebäude mit drei Funktionen vorgesehen: Das Opern-Hotel genannte Hochhaus im Bild. Weiterhin geplant ist das Bürohaus „Walther Rathenau“ sowie ein Wohn-Ring „Am alten Fernmeldeamt“ an der Listemannstraße. Visualisierung: Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH

    Dieser Entwurf zeichnet sich durch eine klare Teilung aus: Es sind drei Gebäude mit drei Fun...

  • Die Grundform der Uni-Arkaden ist in diesem Vorschlag ein dreiteiliger Gebäudeblock. Visualisierung: De Zwarte Hond GmbH

    Die Grundform der Uni-Arkaden ist in diesem Vorschlag ein dreiteiliger Gebäudeblock. Visuali...

  • Eine Anerkennung sprach die Jury für diesen Entwurf aus. Im dargestellten Turm wäre das Hotel zu finden, in dessen 16. Etage eine Skybar untergebracht wäre. Visualisierung: Ahrens & Grabenhorst

    Eine Anerkennung sprach die Jury für diesen Entwurf aus. Im dargestellten Turm wäre das...

  • In diesem Entwurf sind geschwungene Gebäudekanten für das Bürohaus an der Ecke Walther-Rathenau-Straße vorgesehen. Im Block an der Listemannstraße wäre das Hotel untergebracht. Visualisierung: Architekturbüro Lippelt

    In diesem Entwurf sind geschwungene Gebäudekanten für das Bürohaus an der Ecke Wal...

  • Für die Jury war Gerd Jägers zweitplatzierter Entwurf mit den hohen Arkaden der „leiseste“ Beitrag im Gestaltungswettbewerb. Visualisierung: BE Berlin GmbH

    Für die Jury war Gerd Jägers zweitplatzierter Entwurf mit den hohen Arkaden der „...

  • Die „hängenden Gärten“ von Markus Hoffmann landeten bei der Jury auf dem 3. Platz. Sie haben laut Getec-Chef Karl Gerhold touristisches Potenzial. Visualisierung: The Fount

    Die „hängenden Gärten“ von Markus Hoffmann landeten bei der Jury auf dem ...

  • Diese Idee zur Gestaltung des Uniplatzes in Magdeburg hat gewonnen. Visualisierung: Kister, Scheithauer, Gross

    Diese Idee zur Gestaltung des Uniplatzes in Magdeburg hat gewonnen. Visualisierung: Kister, Schei...

Ergebnis nicht überraschend

Karl Gerhold, geschäftsführender Gesellschafter der Getec Gruppe, hat die Volksstimme­befragung verfolgt. Das Ergebnis der Umfrage sei wichtig, überrasche aber nicht. Der favorisierte Entwurf sei sehr spannend und von hoher Attraktivität. „Auf der anderen Seite brauchen wir aber auch eine Bebauung, für die wir das Investvolumen stemmen und die gewünschten Funktionen zu vertretbaren Mieten unterbringen können“, gibt Karl Gerhold zu bedenken.

Bei den Funktionen handelt es sich um Bereiche für ein Hotel, für Wohnen, Büros und Einzelhandel. Auch an anderer Stelle wie am Campus Tower, dem Motel One am Domplatz, Elbe-Office, dem Getec Campus inclusive Kindergarten hat das Unternehmen gezeigt, dass es spannende und wertige Architektur mit den Interessen von Nutzern wie Investoren in Übereinstimmung bringen kann.

Leser-Hinweise werden beachtet

Daran, so Karl Gerhold, wolle man anknüpfen und sei jetzt gespannt auf die Informations- und Aufklärungsgespräche mit den Architekten der drei Siegerentwürfe. In diese sollen die Hinweise aus der Volksstimme-Umfrage ebenso wie die Hinweise aus der öffentlichen Präsentation am 12. November 2018 einfließen.