Magdeburg l Derzeit läuft in 500 deutschen Städten der onlinebasierte ADFC-Fahrradklimatest. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. 2018 ist Familienfreundlichkeit des Radverkehrs das Schwerpunktthema. Dabei ruft die Magdeburger Stadtverwaltung Radfahrer ausdrücklich dazu auf, an der Umfrage teilzunehmen.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper sagt: "Die Fahrradfreundlichkeit gehört zu den Standortfaktoren einer Landeshauptstadt. Sobald der Verkehrsentwicklungsplan 2030plus vom Stadtrat beschlossen ist, werden wir die städtische Radverkehrskonzeption fortschreiben. Ganz aktuell hat die Stadtverwaltung eine Machbarkeitsstudie über Potenziale von Radschnellverbindungen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests sind deshalb auch für Magdeburg von Bedeutung.“

Magdeburg belegt hinteren Platz

Im Jahr 2016 hatte Magdeburg beim Fahrradklimatest unter den Städten ähnlicher Größe den 34. von 39 Plätzen belegt. Die Teilnehmer hatten der Stadt damals gerade einmal die Schulnote 4,3 erteilt.

Besonders schlechte Noten verteilten die 363 Teilnehmer der damaligen Befragung im Hinblick auf die Führung an Baustellen (Note 4,9), für das Kontrollieren von Falschparkern auf Radwegen (5,0) und für Fahrraddiebstähle (5,6). Die Stärken benannten sie bei der Erreichbarkeit des Stadtzentrums (2,8), im Hinblick auf zügiges Radfahren (3,1) sowie im Bereich „Alle fahren Rad“ (3,2).

Für mehrere Kommunen abstimmen

Übrigens geht es beim Fahrradklimatest nicht allein um Magdeburg. Auch für andere Kommunen können Menschen ihre Meinung dazu abgeben, wie gut oder schlecht es hier um die Bedingungen für die Fahrradfahrer bestellt ist. Viele Kommunen setzen auf den Radverkehr, um die Belastung durch Lärm und Abgase zu senken. Aufgaben für die Zukunft sind für die Städte und Gemeinden, mit den neuen technischen Voraussetzungen durch E-Bikes, aber auch mit einer Zunahme von Lastenrädern, die mehr Platz benötigen, umzugehen.